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| 12:50 Uhr

Braunkohlegegner campen und diskutieren über Strukturwandel

Rund 7500 Menschen hatten beim vorigen Klimacamp mit einer acht Kilometer langen Menschenkette von Kerkwitz ins polnische Grabice am 24. August gegen die Erschließung neuer Braunkohlentagebaue protestiert. Auch in diesem August ist eine große Aktion geplant.
Rund 7500 Menschen hatten beim vorigen Klimacamp mit einer acht Kilometer langen Menschenkette von Kerkwitz ins polnische Grabice am 24. August gegen die Erschließung neuer Braunkohlentagebaue protestiert. Auch in diesem August ist eine große Aktion geplant. FOTO: dpa
Groß Gastrose. Braunkohlegegner wollen sich in einem Klimacamp Gedanken über den Strukturwandel in der Lausitz machen. Das 5. Lausitzer Klima- und Energiecamp startet am 5. August in Groß Gastrose (Spree-Neiße) an der Grenze zu Polen, wie die Organisatoren am Mittwoch ankündigten. dpa

Geplant sind Workshops, Exkursionen und Podiumsdiskussionen. Auch Proteste vor dem Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde seien geplant. Das Camp dauert bis zum 9. August.

Braunkohlegegner stemmen sich schon seit langem gegen den Aufschluss und die Erweiterung von Tagebauen. Sie kritisieren Umsiedlungen für die Braunkohleförderung und fordern eine konsequente Energiewende.

Der Energiekonzern Vattenfall betreibt in Brandenburg und Sachsen derzeit fünf Braunkohlegruben und vier Braunkohle-Kraftwerke. Einige der Tagebaue sollen einmal erweitert werden. Was aus den Plänen wird, ist aber ungewiss, weil der schwedische Staatskonzern seine Braunkohle-Sparte in der Lausitz verkaufen will. Ein Käufer ist bislang nicht bekannt. Rund 8000 Menschen sind in der Branche beschäftigt.