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| 13:40 Uhr

Ausstellung eröffnet
Bilder dokumentieren Wasserverlust im See

 Bilder des Pinnower Sees von einst und heute zeugen vom massiven Wasserrückgang.
Bilder des Pinnower Sees von einst und heute zeugen vom massiven Wasserrückgang. FOTO: Ute Richter
Pinnow. Die Ausstellung in der Pinnower „Karpfenschenke“ zeigt noch bis 4. August die drastischen Veränderungen anhand von Fotografien.

Mit Bildern, Postkarten und Fotografien aus vergangenen und aktuellen Tagen wird seit Donnerstag der enorme Wasserverlust des Pinnower Sees in einer Ausstellung in der „Karpfenschenke“ unmittelbar neben dem See dokumentiert. Zur Vernissage fanden sich Interessierte und Initiatoren ein und nahmen die Bilder zum Anlass, über ihre Beobachtungen am einst beliebten Badesee zu sprechen. Erst in diesem Monat hat die Leag mit der Einleitung von Grundwasser in den Groß-, Klein- und Pinnower See begonnen, um die Wasserstände zu stabilisieren.

Zustande gekommen war die Ausstellung, die bis 4. August zu sehen ist,  auf  Initiative der Evangelische Kirchengemeinde Region Guben. Sie hatte im Zusammenhang mit dem Besuch der Klima-Pilger im November vorigen Jahres aufgerufen, Fotos vom Deulowitzer See aus früheren Zeiten zur Verfügung zu stellen. Eindrucksvoll zeugte bei dieser Veranstaltung ein Jahresband am Ufer des Sees vom massiven Wasserverlust. „Damals waren auch Fotos vom Pinnower See eingesandt worden, und diese sieht man jetzt in der Ausstellung“, erklärt Christian Huschga, der gemeinsam mit Matthias Bärmann die Bilder sichtete und in der „Karpfenschenke“ anbrachte.

Bei der Eröffnung wurde auch Kritik an den Landesbehörden und am Bergbaubetreiber laut. So kritisierten unter anderem Anwohner das halbherzige und zu späte Handeln der Behörden. Erst nach dem jahrelangem Protest habe die Landesregierung anerkannt, dass der Bergbau einen erheblichen Einfluss auf den massiven Wasserverlust hat. Kritik gab es vor allem daran, dass die Seen nur bis zum Wasserstand des Jahres 2010 aufgefüllt werden sollen.

Erste Ergebnisse, welche Auswirkungen die Einleitung des Wassers in die Seen hat, werden für den 15. November erwartet. Bis zu dem Tag soll der Bergbaubetreiber einen Bericht an die zuständigen Behörden liefern.