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| 18:16 Uhr

Gewässerschau in Schenkendöbern
Der Biber bleibt das Sorgenkind

 Der Biber sorgt in der Gubener Region nach wie vor für zahlreiche Schäden.
Der Biber sorgt in der Gubener Region nach wie vor für zahlreiche Schäden. FOTO: Patrick Pleul
Schenkendöbern. Gewässerschau in Schenkendöbern belegt zahlreiche Aktivitäten des Nagetieres in der Region. Von Ute Richter

Der streng geschützte Biber verursacht nach wie vor große Probleme und hohe Kosten im Gebiet des Gewässerverbandes Spree-Neiße. Das zeigt die diesjährige Gewässerschau für den Schaubezirk Schenkendöbern, zu dem auch Teile des Amtes Neuzelle gehören. Auch Vertreter der Wasserbehörde des Landkreises Spree-Neiße haben sich vor Ort informiert.

Zunächst ließen Geschäftsführer Silvio Alich und Verbandsingenieur Ulrich Fehling das zurückliegende Jahr Revue passieren. Zahlreiche Aktivitäten der Nagetiere ließen sich nachweisen. Eingegangen wurde bei der Gewässerschau beispielsweise auf das Grano-Buderoser Mühlenfließ. Der Mönch des kleinen Teiches oberhalb des Weges ist stark beschädigt. Die Gemeinde Schenken­­döbern plant nun die Erneuerung des Rohrdurchlasses an den Teichen.

Die Aktivitäten des Bibers sorgen für zahlreiche Probleme an Gewässern. Der Nager steht unter Naturschutz, und deshalb, so Alich, müsse man sich mit ihm und seinen Eigenarten arrangieren. Das bedeute aber nicht, dass es keine Möglichkeiten gebe, ihm nach Absprache mit den Behörden bei begründeter Gefährdung von Sachwerten mit geeigneten Maßnahmen Einhalt zu gebieten. Denkbar seien Drahtgeflechte an Bäumen, das Entfernen von Biberdämmen und gar das Versetzen von Bibern. Inwiefern solche Maßnahmen helfen, die Situation zu entschärfen, bleibe fraglich. Klar ist derweil, dass der Biber dem Gewässerverband Spree-Neiße enorme Mehrkosten beschert. Diese belaufen sich laut Alich auf rund 40 000 Euro pro Jahr – Tendenz steigend.

Zurück zur Grabenschau: Zur Bilanz für das vergangene Jahr gehört auch, dass durch den Verband in Groß Gastrose Hinweisen zum Dollengraben nachgegangen wurde. In der Folge wurden Maßnahmen zum Freischnitt des Grabens im Abschnitt zwischen der Kossackenstraße und der Mündung ins Eilenzfließ vorgenommen.

Während der Schau wurden auch Probleme von Bürgern angesprochen, beispielsweise am Teich der Lauschützer Mühle. Dort muss in diesem Jahr erneut eine Grabenräumung stattfinden. Alfred Hobritz aus Groß Drewitz machte darauf aufmerksam, dass der Graben am Krayner Weg mit Wasser voll steht und den Anwohnern in Form von nassen Kellern Sorge macht. Das schauten sich die Verantwortlichen gleich im Anschluss vor Ort an. Nun wird die Gemeinde Schenkendöbern die Einstufung des Grabens als Gewässer II. Ordnung bei der Wasserbehörde der Landkreises prüfen lassen, damit im Anschluss die dort notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können.

 Während der Gewässerschau im Schenkendöberner Ortsteil Groß Drewitz.
Während der Gewässerschau im Schenkendöberner Ortsteil Groß Drewitz. FOTO: Ute Richter