Pastor Alan Gross betreut Jugendgruppen in Cottbus und Großräschen - und einmal im Jahr für eine Woche auch am Deulowitzer See. Er berichtet, wie die Tage im Camp aussehen: "Vormittags stehen eine englische Bibellesung und Englischunterricht auf dem Programm. Am Nachmittag ist Zeit für Projekte wie den Chor. Abends gibt es noch ein bisschen Englisch-Konversation, und dann singen und spielen wir." Am liebsten erinnert er sich bei diesem Camp an den Talenteabend, "weil es interessant für mich war zu sehen, was sie so auf die Beine stellen". Auch Fußball- und Volleyballturnier haben ihm Spaß gemacht.Jessica (13) aus Berlin, Melanie (15) aus Bestensee, Sophie (15) aus Guben und Samuel (14) aus Cottbus finden die Mischung aus Lernen und Spaß haben toll. So Englisch zu lernen, macht ihnen viel mehr Spaß als in der Schule. Melanie, die zum ersten Mal dabei ist, berichtet von einer Bekannten, "die auch mal im Camp war und seitdem viel bessere Englischnoten hat". Sophie ist schon zum zweiten Mal dabei, und Samuel wird jetzt "sowieso immer mitkommen, denn der Leiter Alan Gross ist mein Vater". Zum Interesse am Englischlernen trägt auch bei, dass der Amerikaner Alan Gross bei der Arbeit mit den Jugendlichen von einigen seiner Landsleute unterstützt wird, die nur wenig Deutsch können. Um mit ihnen zu kommunizieren, müssen die Camp-Teilnehmer Englisch sprechen.Zum Team der 14 Helfer gehört die Amerikanerin Faith Russert, die als Lehrerin in Spanien arbeitet. Sie war ganz begeistert, als sie hörte, wo der Deulowitzer See liegt: "Mein Ururgroßvater kam aus Frankfurt (Oder), und in einem Tagebuch hat er auch Guben erwähnt. 1865 ist er nach Amerika ausgewandert." Zeit nach Frankfurt (Oder) zu fahren, wird sie leider nicht mehr haben. Deshalb möchte sie sobald wie möglich wiederkommen und auf den Spuren ihrer Vorfahren wandeln.Hans Mayta hat die Woche genossen. "Es hat viel Spaß gemacht mit den Deutschen. Ich fühle mich wie zu Hause." Der gebürtige Kalifornier hat 18 Jahre in Honduras gelebt und studiert jetzt in Kalifornien Luftfahrtingenieurswesen. Er hat das Camp auch genutzt, um ein bisschen Deutsch zu lernen. Begegnungen wie die mit Faith und Hans sind es, die das Camp für die Jugendlichen zu einem Erlebnis machen. Alle erzählen von den vielen Freunden, die sie gefunden haben, vom gemeinsamen Singen und Lachen und vom Baden bei Sonnenuntergang.Am Freitagabend haben alle den Abschluss dieser Woche mit einem Bankettabend gefeiert - bei dem die Erwachsenen die Jugendlichen bedienten. Jessica freute sich am Nachmittag schon darauf: "Da machen wir uns ganz schick."