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| 14:52 Uhr

Tourismus
Besucher zukünftig digital führen

Joachim Faßmann (links) und Lucas Opitz sind seit Sommer die neuen INA-Geschäftsführer. Sie haben viele Ideen für die Lieberoser Heide.
Joachim Faßmann (links) und Lucas Opitz sind seit Sommer die neuen INA-Geschäftsführer. Sie haben viele Ideen für die Lieberoser Heide. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Schenkendöbern. Internationale Naturausstellung auf dem Weg zur Lieberoser Heide 4.0.

Die beiden neuen Geschäftsführer Lucas Opitz und Joachim Faßmann der Internationalen Naturausstellung (kurz INA)  haben am Dienstagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung von Schenkendöbern ihre Pläne für die Lieberoser Heide vorgestellt.

Die Lieberoser Heide ist seit Abzug der Sowjetarmee im Jahr 1992 eine einzigartige Naturlandschaft, die nahezu frei von Bau- und Verkehrsflächen ist. „Wir befinden uns aktuell in der Ideenphase für potenzielle Fokuspunkte“, erzählt Lucas Opitz. Verschiedene Konzepte seien bereits erarbeitet. Dabei müssten zwei  Zielgruppen berücksichtigt werden: die Tagestouristen, die sich nur für die Höhepunkte interessieren, und die Mehrtagestouristen. Für diese Gruppe seien auch thematische Schwerpunkte interessant.

Ein Projekt ist beispielsweise der Heideradweg, der die einzigartige, unzerschnittene Landschaft mit ihrer seltenen Natur von nord-südwärts erlebbar machen würde. Beginnend in Turnow, würde er nach Jamlitz führen und könnte von dort nach Weichensdorf (Oder-Spree) oder zum Schwielochsee fortgesetzt werden. Sieben Kilometer lägen in Spree-Neiße, 17 in Dahme-Spreewald.

Ein zentrales Projekt der Naturausstellung ist weiterhin ein Aussichtsturm in zentraler Lage mit guter Infrastruktur. „Dafür wollen wir einen Architekturwettbewerb ausloben“, erklärt Lucas Optiz. Ziel sei es, einen baulichen Imageträger zu schaffen. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem im Gebiet der Waldschule am Kleinsee und der Reicherskreuzer Heide geplant.

Außerdem wollen die zwei Geschäftsführer die Natur digital erschließen. „Ein Ankerprojekt ist die Lieberoser Heide 4.0 mit augmented reality“, verrät Joachim Faßmann. Per Smartphone könnten die Besonderheiten des ehemaligen Sperrgebietes entdeckt werden. Gleichzeitig würden sich die Besucher in sicheren Gebieten bewegen und  die Natur könnte bewahrt und präsentiert werden.

„Ideen und Feedback sind uns immer willkommen“, schließt Joachim Faßmann die Präsentation.

(mcz)