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| 16:03 Uhr

Gericht
Beschuldigter im Totschlag-Prozess sieht sich als geheilt

FOTO: Frank Hilbert
Guben. Im Totschlagprozess gegen den 42-jährigen Toni W. * sind am Montag im Landgericht Cottbus die Plädoyers gesprochen wurden. Der Gubener wird beschuldigt, im August 2017 seine Mutter mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.

Staatsanwalt Martin Mache geht von einer Schuldunfähigkeit aus, da Toni W. zum Tatzeitpunkt unter Wahnvorstellungen und körperlichen Halluzinationen litt. Seine Mutter hielt er für einen Klon, die Teil der Verschwörung gegen ihn war. Bereits 2015 sei paranoide Schizophrenie bei ihm festgestellt wurden. Da nicht ausgeschlossen werde könne, dass sich die Tat wiederholt, sprach sich die Staatsanwaltschaft für die Sicherheitsverfahren in einer psychiatrische Klinik aus. Auch die Verteidigung kam zum gleichen Ergebnis. Toni W. hingegen ist anderer Meinung. „Die Unterbringung halte ich für nicht notwendig“, so der Gubener. Er habe seine Krankheit anerkannt und sieht sich als geheilt. „Ich nehme meine Medikamente und bin symptomfrei“, sagt er. „Ich denke nicht, dass es noch einmal zu einem Rückfall kommt.“ Das Urteil wird am 17. Mai erwartet.

(Zeidler)