Für Verwunderung und ein Stück weit Verärgerung haben dieser Tage Arbeiten entlang von Grundstücken am Gubener Sperlingsweg gesorgt, die die Stadt Guben ausführen ließ. Dort wurde ein Bewirtschaftsungsstreifen zwischen den Grundstücken und einer Windschutzhecke deutlich verbreitet. Zudem wurde der Windschutzbereich verkleinert, damit der Besitzer des angrenzenden Feldes dieses wieder in vollem Umfang nutzen kann.

Die Art und Weise, wie die Arbeiten ausgeführt wurden, stieß allerdings bei Anwohnern wie Volker Götz auf Unverständnis. „Ein ein Meter breiter Weg hätte als Bewirtschaftungsstreifen ausgereicht“, findet Götz. Stattdessen ist der Weg nun rund dreieinhalb Meter breit. Zudem seien die Arbeiten sehr rabiat ausgeführt worden. Pflanzen seien einschließlich ihrer Wurzeln entfernt worden. In dem Biotop habe es Schlehen, Rotdorn-, Haselnuss- und Sanddornsträucher gegeben. Auch der Platz für Igel, Eichhörnchen oder eine Schlange sei zerstört worden. Als der Weg das letzte Mal vor etwa zehn Jahren bereinigt worden sei, sei deutlich behutsamer vorgegangen worden.

Nester brütender Vögel sollten nicht beschädigt werden

Nach Angaben aus dem Rathaus seien die Arbeiten auf beiden Seiten der Windschutzhecke mit einem drei Meter breiten Forstmulcher ausgeführt worden, nicht zuletzt auch aus wirtschaftlichen Gründen. Die Arbeiten hätten zum jetzigen Zeitpunkt ausgeführt werden müssen, damit im Frühling nicht die Nester brütender Vögel beschädigt werden, schließlich handele es sich um „vogelfreundliche Gehölzer und Sträucher“.

Die Stadt monierte, dass einige Anwohner das städtische Grundstück unter anderem zur Lagerung von kompostierbaren Abfällen genutzt hätten. Zugleich wurde angekündigt, dass die Arbeiten an dem Streifen künftig jährlich durchgeführt werden.