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Prozess
Berufungen von Marko Steidel wohl unzulässig

Marko Steidel vor dem Amtsgericht in Guben.
Marko Steidel vor dem Amtsgericht in Guben. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Ein Anwalt hätte den Einspruch gegen das Urteil im Apfelkönigprozess einreichen müssen.

Das Landgericht Cottbus hat Marko Steidel empfohlen, seine Berufung im Prozess gegen den Marketing- und Tourismusverein Guben (MuT) und die ehemalige Apfelkönigin zurückzuziehen. Darüber informierte am Freitag Klaus-Dieter Fuhrmann, Rechtsanwalt des MuT. Das Landgericht Cottbus hat diese Aussage allerdings bisher nicht bestätigt. „Seine Berufung ist unzulässig, da sie nicht durch einen Anwalt eingereicht wurde“, erklärt der Anwalt. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht herrsche Anwaltszwang.

Nun hat der verhinderte Apfelkönig zwei Möglichkeiten. „Entweder zieht er die Berufung zurück und senkt damit ein wenig die Gerichtsgebühren oder aber er lässt den Prozess laufen, und das Gericht erklärt am Ende die Berufung für unzulässig“, sagt Klaus-Dieter Fuhrmann, der noch immer auf eine Einsicht von Marko Steidel hofft. „Sonst produziert er nur weitere Gerichtskosten.“ Bisher habe er die bereits aufgelaufenen Gerichtskosten noch nicht beglichen.

Ob Marko Steidel tatsächlich die Berufung zurückzieht, bleibt abzuwarten. Gegenüber der RUNDSCHAU betonte er erst Anfang der Woche in einem Telefongespräch, auch noch gegen zwei andere Urteile im Prozess um die Wahl zur Apfelkönigin in Berufung gehen zu wollen. „Da habe ich aber noch Zeit. Die Frist ist noch nicht abgelaufen“, so der Gubener.

(mcz)