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Nächste Runde vor Landgericht
Prozess um Apfelkrone geht weiter

Marko Steidel vor dem Amtsgericht in Guben.
Marko Steidel vor dem Amtsgericht in Guben. FOTO: sha / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben. Marko Steidel geht in Berufung gegen das Urteil am Amtsgericht Guben.

Richter Markus Horn hatte dort am 7. September zwei seiner zahlreichen Klage gegen den Marketing- und Tourismusverein Guben (MuT) und die ehemalige Apfelkönigin abgewiesen. In dem Prozess wollte Marko Steidel die Wahl zur Apfelkönigin 2016 für ungültig erklären lassen und Antonia Lieske untersagen, weiter als Apfelkönig aufzutreten. Wahlmanipulation lautete Steidels Vorwurf, aber der Richter tat dies als „bloße Vermutung“ ab. Die Klage wird abgewiesen. Direkt nach dieser Schlappe kündigte der Gubener an: „Ich gehe in Berufung, das lasse ich mir nicht gefallen.“ Aufhören komme für ihn nicht in Frage.

Nun wird der Fall am Landgericht Cottbus noch einmal aufgerollt. Um in Berufung zu gehen, musste Marko Steidel die bisher angefallenen Gerichtskosten nicht begleichen.

Der MuT Guben und die ehemalige Apfelkönigin Antonia Lieske hatten nach dem Urteil eigentlich gehofft, dass Marko Steidel „endlich Ruhe gibt“. Für Klaus-Dieter Fuhrmann, Rechtsanwalt des MuT, waren Steidels Forderungen ohnehin schon immer „unhaltbar“.

Erst in der vergangenen Woche war Marko Steidel mit seiner Schadenersatzforderung von 5000 Euro gegen den MuT am Amtsgericht Guben gescheitert. Die Begründung war die gleiche: er konnte keine Beweise für eine Wahlmanipulation verbringen.

„Zu den Gründen der Berufung kann ich Ihnen derzeit nichts sagen“, so Frank Merker, Vorsitzender Richter am Landgericht in Cottbus. „Die Berufungskammer hat zunächst die Akten beim Amtsgericht angefordert.“

Für das Verfahren am Landgericht Cottbus wird sich Marko Steidel einen Anwalt nehmen müssen, bisher hatte er auf den rechtlichen Beistand immer verzichtet. „Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten herrscht aber grundsätzlich Anwaltszwang“, erklärt Frank Merker. „Das heißt, die Parteien müssen sich durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen.“

(mcz)