Seit Anfang des vergangenen Jahres sind Messbolzen auf Heribert Palmes Grundstück angebracht. Sie sollen Aufschluss darüber geben, wie sehr Haus und Grundstück unter den Senkungen in Bärenklau rund um das Schwarze Fließ leiden. Zwei Messungen gab es bisher, initiiert vom Bergbaubetreiber Leag. Dem liegt nicht nur von Heribert Palme eine Anzeige aufgrund eines Bergschaden-Verdachts vor. Die Vermutung: Die Grundwasserabsenkung für den Tagebau Jänschwalde lasst den Torf im Bärenklauer Boden einsacken. Die Folge: Risse in den Häusern, abfallende Grundstücke, Schäden, die kaum wieder gutzumachen sind.

Wann Heribert Palme allerdings mit Ergebnissen rechnen kann, steht nicht fest. „Es muss unter anderem die Grundwasserbeeinflussung durch den Tagebau berücksichtigt werden“, sagt Leag-Sprecherin Kathi Gerstner. Aber auch die Geologie in den angrenzenden Bereichen sowie der Baugrund unter den einzelnen Objekten bestimmten die Messdauer als auch die Abstände zwischen den einzelnen Messungen.

Palme kritisiert die Leag nicht nur für die lange Zeit, seitdem die Messbolzen an seinem Grundstück angebracht worden sind und keine Ergebnisse vorliegen. Auch die Zeit die seit der Berschaden-Anzeige und der ersten Ortsbegehung verstrichen ist, ärgert ihn. Sein Argument: In den eineinhalb Jahren hätten schon Ergebnisse vorliegen können und Teile seines schwer beschädigten Grundstücks gerettet werden können. Kathi Gerstner erläutert: „Bevor eine Ortsbegehung stattfindet, werden durch die Leag bereits umfangreiche Vorarbeiten getätigt.“ Dazu zählten unter anderem die Prüfung der bergbaulichen Beeinflussung, die Prüfung der Eigentumsverhältnisse, die Sichtung von vorliegenden Bauunterlagen sowie die Auswertungen von Messpunkten und Pegelständen im näheren Umfeld. „Dem Antragssteller werden diese Schritte auch bei Nachfragen im Detail erklärt sowie die zeitliche Abfolge erläutert“, sagt Kathi Gerstner. Diese Arbeiten nähmen je nach Antragsstellung und Lage der Immobilie unterschiedlich viel Zeit in Anspruch.

Zeit, die Heribert Palme zu lange wird. Er hofft, dass die Schäden nicht noch gravierender werden. Die Scheune auf seinem Grundstück sei eigentlich schon gar nicht mehr gefahrlos zu betreten, sagt er.