Der Brandenburger Justiz- und Europaminister Stefan Ludwig (Linke) will sich in Brüssel für den Erhalt der Fördermittel im Interreg-Programm einsetzen. Das bekräftigte Ludwig bei einem Besuch in der Geschäftsstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober in Guben am Dienstag.

Im Zuge der Haushaltsverhandlungen der Europäischen Kommission war eine Kürzung der Interreg-Mittel in Aussicht gestellt worden. Demnach seien es nicht nur die Gesamtmittel, die in der kommenden Förderperiode geringer ausfallen könnten, sondern auch die Fördersätze. Aktuell werden Projekte zu 85 Prozent aus Interreg-Mitteln gefördert. Möglich ist, dass künftig nur noch 70 bis 75 Prozent gefördert würden. Insbesondere für finanzschwache Projektpartner wären Eigenanteile dann kaum noch zu stemmen.

Mit Interreg-Fördermitteln werden Projekte von deutschen und polnischen Partnern in Grenznähe kofinanziert. Die Euroregion Spree-Neiße-Bober erstreckt sich auf deutscher Seite über den Landkreis Spree-Neiße und die Stadt Cottbus, auf polnischer Seite über die südliche Woiwodschaft Lubuskie. Prominente Interreg-Projekte sind Arbeiten im Branitzer Park in Cottbus, im Tierpark in Cottbus, an der Infrastruktur in Forst und Guben und das Projekt zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung am Gubener Naemi-Wilke-Stift.