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Guben
Beim Adventskalender Geschichte zum Anfassen

Geschichte zum Anfassen gab es bei der Veranstaltung zur Öffnung des  10. Kalendertürchens im Museum der Gubener Tuche und Chemiefasern.
Geschichte zum Anfassen gab es bei der Veranstaltung zur Öffnung des  10. Kalendertürchens im Museum der Gubener Tuche und Chemiefasern. FOTO: Ute Richter
Guben. Mehr als 1000 Jahre alt ist die Tradition der Wollproduktion in Guben. Die Schau erzählt von dieser alten Gubener Tradition.

  Da gibt es Geschichten rund um die Firmen, die einst in Guben Tuche produzierten, wie die Firma Wolf, Schemel, Lehmann & Richter. Vereinsmitglied Jens-Uwe Klotz hat ein Plakat mit allen Firmen und ihren Standorten erstellt. Er führte am Sonntag die Besucher durch die Räume und erklärte alles rund um die Tuchmacher in der Neißestadt.

Stolz sind die Vereinsmitglieder auf einen Wandteppich mit 137 500 Knoten und der Aufschrift „Guben“, den zu DDR-Zeiten die Lehrlinge im VEB Gubener Wolle knüpften. Kurz vor seiner Fertigstellung bekam Guben jedoch1961 den Zusatz „Wilhelm-Pieck-Stadt“ verliehen. Zum Gedenken an den DDR-Staatspräsidenten, der 1876 dort  geboren wurde. Der mühevoll geknüpfte Teppich verschwand im Keller des volkseigenen Betriebes und durfte nur ein einziges Mal wieder hervor geholt werden, nämlich zur 750 Jahr Feier von Guben. Da war er auf einem Wagen zu sehen. Jetzt hängt er in der Ausstellung des Vereins hinter Glas.

Gleich nebenan beschäftigt sich eine Ausstellung mit der Gubener Chemiefaserherstellung. Auch hier findet man zahlreiche Leihgaben oder Schenkungen von ehemaligen Mitarbeitern. All das kann auch zur regulären Öffnungszeit des Museums angeschaut und erlebt werden. Am Sonntag allerdings lief für die Kinder ein Weihnachtsfilm, gab es Plätzchen und Tee und schaute auch Apfelkönigin Lydia Günther vorbei.