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| 16:42 Uhr

Keine Ruhe in Schulen und Kitas
Stadt nutzt Ferien für Bauarbeiten

Die Bauarbeiten an der Brücke zur Friedensschule sind fast abgeschlossen.
Die Bauarbeiten an der Brücke zur Friedensschule sind fast abgeschlossen. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Wunsch der Eltern: Brücke in der Schulstraße bleibt nach Erneuerung für Verkehr gesperrt. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Während Schüler und Lehrer noch ihre letzte Sommerferienwoche genießen, herrscht vor der Gubener Friedensschule und in den  Kitas der Stadt keine Ruhe. Handwerker sind am Schwitzen, damit bis zum Schulstart in der kommenden Woche alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind.

In den letzten Zügen sind dabei die Arbeiten an der Fußgängerbrücke in der Gubener Schulstraße. Auf der Oberfläche glänzt bereits der neue Asphalt, und die Brücke kann  mit Baufahrzeugen befahren werden. Aktuell sind die Bauarbeiter mit den letzten Arbeiten am Flussbett beschäftigt. Seit Beginn der Sommerferien arbeiten sie bereits an der Brücke, die die wichtigste Verbindung von der Gubener Altstadt in Richtung Alte Poststraße und Neißeufer darstellt.

Das Bauwerk wurde 1968 als Stahlbetonplatte auf Rammpfählen erbaut. Nachdem die letzte Prüfung Mängel an der Tragkonstruktion festgestellt hatte, wurde die Brücke nun von Grund auf instand gesetzt. „Nach der Überbauerneuerung ist eine Befahrung der Brücke durch Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge gegeben“, erklärt Pressesprecher Bernhard Schulz. Zwar wäre es auch möglich gewesen, die Brücke nach den Arbeiten für den Verkehr zu öffnen, aber die Stadtverwaltung will die bisherige Verkehrsführung auf Wunsch der Elternschaft und Schulleitung beibehalten. In der jüngsten Elternkonferenz hatten sich die Teilnehmer nämlich vehement dagegen ausgesprochen, den Verkehr bis vor die Schule zu holen. Die Eltern hätten bei einer Öffnung für den Verkehr Angst um die Sicherheit ihrer Kinder.  Die Brücke sei zu eng und gefährlich.

Die Kosten für die Instandsetzung der Brücke belaufen sich insgesamt auf rund 164 000 Euro. 90 Prozent werden dabei durch Bundesmittel über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert. Der Eigenanteil stammt aus Fördermitteln zum Finanzausgleichsgesetz des Landes. Die Bauarbeiten sollen Ende der Woche abgeschlossen werden.

Über die Ferienzeit hinaus werden sich hingegen die Arbeiten in der Gubener Kita „Montessori“ hinziehen. Hier werden der Küchenbereich modernisiert sowie die Fassade instand gesetzt. Außerdem plant die Stadt eine Erneuerung der  Falttür und eine teilweise Erneuerung der Außenanlagen. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich insgesamt auf rund 400 000 Euro, 90 Prozent der Gelder werden auch hier durch Bundesmittel über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert und der Eigenanteil durch Fördermittel aus dem Finanzausgleichsgesetz des Landes. Die Modernisierungsmaßnahmen sollen bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein.

Bereits einen Monat früher sollen die Arbeiten in der Kita „Brummkreisel“ in Groß Breesen fertig werden. Bis zum 30. September wird der Innenbereich im Zimmer für die Erzieher modernisiert. Außerdem wird das Dach der Einrichtung instand gesetzt. Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 67 000 Euro. In diesem Fall werden 60 Prozent durch Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von investiven Maßnahmen in Kindertagesstätten durch den Landkreis Spree-Neiße gefördert. Der Eigenanteil stammt aus städtischen Haushaltsmitteln.

Auch in der Integrationskita „Regenbogen“ sind in dieser Woche die Bauarbeiten gestartet. Zum einen soll eine neue Behindertenrampe für den barrierefreien Zugang gebaut werden. Zum anderen plant die Stadt die Schaffung einer neuen Überdachung für Inventar und Gerätschaften. Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von rund 85 000 Euro kalkuliert. Die Mittel stammen dabei zu 100 Prozent aus städtischen Haushaltsmitteln. Bis zum 30. Oktober sollen die Arbeiten fertig sein.