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| 01:00 Uhr

Ballgewinne anfangs gut genutzt

Oberliga Berlin-Brandenburg BSV Guben-Nord - VfL Lichtenrade 25:25 Am Samstagabend empfing die 1. Frauenmannschaft des BSV Guben Nord in der Halle des Sportzentrums Kaltenborner Straße den VfL Lichtenrade. FOTO-Werner

Die Gäste reisten nach dem 32:23-Kantersieg über die Bundesligareserve des FHC mit viel Selbstvertrauen an, während beim Gastgeber mit Nadine Ziegler, Martina Nowitzki, Heike Rochlitz (alle verletzt) und Jacqueline Scharras (Arbeit) gleich vier Leistungsträger ersetzt werden mussten und fünf Spielerinnen im Kader standen, die 18 Jahre und jünger waren.
Die Startphase gehörte dem VfL Lichtenrade, der sofort die Fehlabspiele im BSV-Angriff mit Kontertoren zur 2:0-Führung nach zwei Minuten nutzte. Doch die Nordgubenerinnen zeigten, wie man den Berlinerinnen beikommen konnte. In der Deckung wurde der Gegenspieler sofort bei der Ballannahme aggressiv attackiert und somit zu Fehlern gezwungen. Die Ballgewinne wurden im schnellen Umkehrspiel konzentriert genutzt, so dass es nach neun Minuten 6:3 stand. Der gleiche Abstand wurde auch noch beim 10:7 in der 17. Minute registriert. Jetzt aber schlichen sich in das Spiel des jungen BSV-Teams (Durchschnittsalter 23 Jahre) wieder einige Fehler ein, die der VfL sofort bestrafte. Innerhalb von acht Minuten drehten die Gäste den 3-Tore-Rückstand in einen 2-Tore-Vorsprung zum 14:12 in der 25. Minute.
In den letzten Minuten der 1. Halbzeit - gestützt auf vier Glanzparaden von Torhüterin Ramona Jurisch - gelang durch Heike Stoll und Diana Dreissig nach drei Toren aus dem Tempogegenstoß die 15:14-Halbzeitführung.
Als dann zwei Gubener Angriffe erfolglos blieben und Lichtenrade innerhalb einer Minute abgeklärt auf 18:21 (41.Min.) erhöhte, schien sich die Spielentscheidung zu Gunsten der Hauptstädterinnen anzubahnen.
Diesem Rückstand liefen die Einheimischen bis zur 50. Minute (21:24) hinterher. Der rhythmische Beifall von den Rängen spornte den Gastgeber noch einmal zu einer famosen Aufholjagd an. Beim 22:24 (56. Min.) schien den Neißestädterinnen die Zeit davonzulaufen. Den zwischenzeitlichen 23:24-Anschluss konterte der VfL zum 23:25 in der 58. Minute.
Ramona Jurisch, die vorher zwei 100-prozentige Berliner Chancen zunichte machte, musste eine Minute vor Ende der Partie mit einem Bänderriss ausscheiden. Doch Sandy Kramer mit zwei erfolgreichen Aktionen von der Kreismittelposition krönte den BSV-Kampfgeist mit dem Ausgleichstor 45 Sekunden vor Spielschluss. (rm)
Für den BSV Guben-Nord spielten: Ramona Jurisch; Gaby Weigel (2), Claudia Noack (1), Sandy Kramer (5), Diana Dreissig (4), Lisette Estrada, Dörte Breßling (2), Heike Stoll (3), Anja Ehrenberg (8).