| 02:33 Uhr

Badespaß pur

Die siebenjährige Marietta hat viel Spaß am Großsee bei Tauer, der auch für Cottbuser ein beliebtes Badeziel ist.
Die siebenjährige Marietta hat viel Spaß am Großsee bei Tauer, der auch für Cottbuser ein beliebtes Badeziel ist. FOTO: Silke Halpick
Guben. "Ausgezeichnet" ist die Badewasserqualität in den Seen und Freibädern des Spree-Neiße-Kreises – auch nach dem Unwetter in der vergangenen Woche. Der Stark regen hatte vor allem in Berlin für verschmutzte Gewässer gesorgt. sha

In der Region punkten der Großsee bei Tauer und der Deulowitzer See bei Guben mit besonders guten Messergebnissen. Beide sind EU-Badegewässer.

Für die mikrobiologische Untersuchung ist vor allem die Kon zentration an Darmbakterien - im Fachjargon Intestinale Enterokokken und Escheria Coli - wichtig. Sind davon zu viele im Wasser, können sie schwere Infektionskrankheiten bei den Badegästen verursachen. Doch es besteht kein Grund zur Sorge: Weniger als 15 koloniebildende Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter wurden im Deulowitzer und im Großsee jetzt gemessen.

"Besser geht es gar nicht", sagt Annegret Nedelski, zuständige Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises. Auf ihrem Tisch hat sie die Ergebnisse der aktuellsten Untersuchung. Die Grenzwerte liegen für Intestinale Enterokokken bei 200 KBE und für Escherichia Coli bei 500 KBE - und damit in weiter Ferne. Alle vier Wochen werden in den Seen und Freibädern Proben genommen. Die Ergebnisse für die beiden EU-Badegewässer können sich Interessierte auch auf der Internetbadestellenkarte des Landes Brandenburg ansehen.

"Die Ergebnisse für die anderen Seen werden nicht veröffentlicht", sagt Christa Lohan, Sachgebietsleiterin des Gesundheitsamtes. Doch auch diese Gewässer haben den Angaben zufolge eine ausgezeichnete Qualität. Grenzwertüberschreitungen oder Probleme sind aktuell nicht bekannt. Sollte es tatsächlich zu Beanstandungen kommen, verständigt das Gesundheitsamt "unverzüglich" die zuständigen Gemeinden und Ämter, die für die Sperrung des Strandes zuständig sind, so Lohan.

Zu den Sorgenkindern im Spree-Neiße-Kreis gehört der Pinnower See in der Gemeinde Schenkendöbern, der in den vergangenen Jahren immer mehr Wasser verloren hat. Der ehemalige Hauptstrand ist bereits zum Baden gesperrt, weil der Untergrund nicht mehr fest genug ist. Beim Felixsee bei Bohsdorf liegt der ph-Wert des Wassers nur bei 6,0. "Bei empfindlichen Personen kann das zu Hautreizungen führen", sagt Lohan. Allerdings habe es in den vergangenen Jahren keinerlei Beschwerden gegeben.

Eine relativ geringe Sichttiefe von nur einem Meter bescheinigt das Gesundheitsamt der Talsperre Spremberg. Im Vergleich dazu kann der Großsee, der auch bei Cottbusern beliebt ist, mit 2,5 Metern punkten. Den Eisengehalt des Wassers überprüft das Gesundheitsamt allerdings nicht.