ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:35 Uhr

Investition in Guben
Ausbau Bahnhofstraße rückt näher

Bereits am März 2019 sollen die Bauarbeiten in der Gubener Bahnhofstraße beginnen. Die Stadt plant für den Ausbau 1,8 Millionen Euro.
Bereits am März 2019 sollen die Bauarbeiten in der Gubener Bahnhofstraße beginnen. Die Stadt plant für den Ausbau 1,8 Millionen Euro. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Ab März soll das 1,8-Millionen-Euro-Projekt starten. Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Während die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Guben sich Schritt für Schritt den letzten Zügen nährt, befindet sich die nächste Baustelle zur Aufwertung des Bahnhofsareals bereits in der zweiten Ausschreibung. Ab März soll es planmäßig mit dem grundhaften Ausbau der Bahnhofstraße zwischen der Berliner und der Grunewalder Straße losgehen.

Aktuell werden die Autofahrer auf ihrem Weg zum Fußgängertunnel oder zum Volkshaus noch ziemlich durchgeschüttelt. Die Bahnhofstraße ist baulich und gestalterisch in einem unbefriedigenden Zustand – darüber waren sich die Stadtverordneten bereits vor Jahren einig. Durch starke Unebenheiten ist die Verkehrssicherheit teilweise nicht mehr gegeben. Der Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Bahnhof­straße wurde daher bereits im Juli 2016 durch die Stadtverordnetenversammlung gefasst.

Die Stadt hatte gehofft, dass die Deutsche Bahn im Zuge der Arbeiten den Fußgängertunnel ebenfalls erneuert. Doch danach sieht es aktuell nicht aus.
Die Stadt hatte gehofft, dass die Deutsche Bahn im Zuge der Arbeiten den Fußgängertunnel ebenfalls erneuert. Doch danach sieht es aktuell nicht aus. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler

Mit der verkehrstechnischen Neugestaltung soll der Verkehrsraum den veränderten Bedingungen angepasst werden. Die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen im Bereich des Fußgängertunnels, der Einbau von lärmminderndem Asphalt sowie die barrierefreie Anbindung des Volkshausparks sind die wesentlichen Eckpunkte der Planung. Eigentlich hatte die Stadt auch gehofft, dass die Bahn im Zuge der Arbeiten ihrerseits den Fußgängertunnel instandsetzt. „Doch trotz intensiver Gespräche mit der Deutschen Bahn wird das erst einmal nicht passieren“, erklärt Sven Rogosky, Baufachbereichsleiter im Gubener Rathaus, im jüngsten Umweltausschuss. „Es gab aber leise Signale, dass man sich mit dem Tunnel gegen 2020/2025 befassen will.“

Für Diskussionen im Umwelt- und im Wirtschaftsausschuss sorgte ein geplanter Fußgängerweg zur Nordbrücke. Diesen hatte Mathias Huschga vom Gubener Ingenieurbüro Bärmann und Partner eigentlich nur auf Wunsch der Stadtverordneten in die Planung aufgenommen. „Wofür brauchen wir diesen Weg?“, will Kerstin Hansmann (FDP) wissen. „Mir erschließt sich der Sinn nicht.“ Schließlich gebe es nur wenige Meter weiter einen anderen Weg für Fußgänger. „Das Geld für diesen zweiten Weg sollte lieber in die Bewirtschaftung des vorhandenen Weges gesteckt werden“, findet Jana Wilke (GUB-SPN). Sie denkt dabei an eine neue Bank und Mülleimer.  Damit spricht die Stadtverordnete auch Klaus Schneider (CDU) aus der Seele: „Gerade unter dem Kostengesichtspunkt kann man diesen Weg wirklich streichen.“ Bisher ist der Fußgängerweg allerdings nicht in der Kostenplanung berücksichtigt. „Wir sollten erst einmal das Angebot abwarten und dann entscheiden. Der Weg ist nicht entscheidend“, erklärt Steffen Buckel-Ehrlichmann (Linke).

Sorge bereiten den Ausschussmitgliedern die Kosten. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Interreg-VA-Programms finanziert. Rund 1,8 Millionen sind für die Maßnahme eingeplant. „Als wir das Projekt 2015 geplant haben konnten wir natürlich nicht wissen, dass die Baukosten so stark ansteigen würden“, sagt Sven Rogosky. In den vergangenen Jahren seien dieses zwischen zehn und 20 Prozent gestiegen. „Wir können uns nicht sicher sein, dasss wir mit unserer Planung hinkommen“, gesteht Mathias Huschga. Im Fall der Fälle müsse über Streichungen diskutiert werden. Die Baumaßnahme soll bis Ende 2019 umgesetzt werden.