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Guben
Aufräumen gehört einfach dazu

Symbolisch griffen die Bärenklauer Angler am Landeshegetag zu den Wassereimern. Doch sie wissen: so einfach ist es leider nicht, den Wasserverlust im Kleinsee auszugleichen.
Symbolisch griffen die Bärenklauer Angler am Landeshegetag zu den Wassereimern. Doch sie wissen: so einfach ist es leider nicht, den Wasserverlust im Kleinsee auszugleichen. FOTO: Ute Richter
Kleinsee. Angler kümmern sich um Kleinsee. Gegen Wassermangel können sie nichts machen.

Die Angel gegen Arbeitshandschuhe getauscht haben am Samstag die Mitglieder des Angelvereins Bärenklau. Anlässlich des Landeshegetages haben sie für Ordnung am Ufer des Kleinsees und dem angrenzenden Wald gesorgt. Das hat bei den Bärenklauern Tradition. Es gibt mehrere Einsätze im Jahr in dieser Form. Im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder in 253 Aufbaustunden eimerweise Müll gesammelt, Wege bereinigt und freigeschnitten, Stege repariert oder erneuert. In diesem Jahr wurden auch Laichhilfen eingebracht. Dafür hatten die Mitglieder ihre Weihnachtsbäume mit an den See gebracht, um sie als kleine Insel für die Fische zum Laichen im Uferbereich zu versenken. Aber auch die vor ein paar Jahren angebrachten Nistkästen für Vögel wurden gereinigt und repariert. „Wir freuen uns, dass von den elf Kästen rund um den See zehn benutzt wurden“, so Vereinsvorsitzender Ralf Birkner.

Großen Wert auf die Nachwuchsarbeit legen die Bärenklauer. Mit dabei sind stets auch die Kinder und Jugendlichen des Anglervereins. „Unsere Jungangler genießen die Ruhe, die Natur und die Gemeinschaft genauso wie wir“, so Birk­ner. Und deshalb gibt es auch in fast jedem Monat ein Angebot, das nicht immer etwas mit Angeln zu tun haben muss. Im März beispielsweise sind alle zum Spieleabend eingeladen. Am liebsten sind alle natürlich am Wasser. An-, Gemeinschafts- und Abangeln gehören zu den jährlichen Höhepunkten.

Doch der Wasserrückgang  bereitet den Anglern Sorge. „1,60 Meter Wasserverlust war in den letzten zehn bis 15 Jahren am Kleinsee zu verzeichnen. Vor eineinhalb Jahren war die tiefste Stelle nur noch 1,80 Meter“, so Vereinsmitglied Silvio Krüger. „Es ist bedenklich, dass das Wasser immer weiter zurückgeht.“ Am liebsten würden sie selbst Wasser einleiten, damit am Kleinsee nicht das Gleiche passiert wie am Pastlingsee. Da gab es ein großes Fischsterben. Die Bärenklauer Angler konnten durch ihren Einsatz nur einige Fische retten.