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Aufgeschnappt

Spree-Neiße. Allzu schwer ist es nicht für Ortsunkundige, sich in Guben zu verfahren und plötzlich in Gubin zu landen. Glücklicherweise ist es aber auch nicht sonderlich schwer, den Weg zurück nach Deutschland zu finden. dsf dsf red/js

Für Filmemacher Johannes Wöpkemeier, der in der vergangenen Woche die ersten Vorbereitungen für den Filmdreh an der Neiße in Guben getroffen hat, kam erschwerend hinzu, dass er mit einem weißen Transporter unterwegs war. Die Grenzpolizei fand das verdächtig genug, um Wöpkemeier und Kollegin erst einmal aus dem Verkehr zu ziehen und den Wagen zu durchsuchen. Darin fanden die Beamten aber nur noch zwei Bierbänke. Der Rest der Ausstattung war bereits in Guben abgeladen worden. Ein bleibender erster Eindruck also, den die Potsdamer Filmemacher von der Grenzstadt erhalten haben.

Von wegen gemütliches gemeinsames Frühstück! Um halb acht geht für Zak-Chefin Sigrid Hennig der Tag in der Forster Metzer Straße los, wenn der Verein einmal im Monat zum Frauenfrühstück ab 9 Uhr lädt. Kein Wunder - das Angebot kann es wohl mit den meisten Hotelfrühstücksangeboten aufnehmen. Da überrascht es schon fast, dass eineinhalb Stunden Vorbereitungszeit offenbar ausreichen. Aber nach mehr als 20 Jahren Vereinserfahrung haben Sigrid Henning und ihre Vorstandskollegen den Dreh raus, wie Käse, Rührei, Lachs, Brot und Kaffee für 25 Gäste zeitgleich auf der Tafel landen können.

Die AG Gästeführer des Tourismusvereins Spremberger Land wird am 4. November um 14 Uhr mit zwei aktiven Spremberger Bürgern eine Gästeführung machen. Dabei geht es darum, diese beiden Spremberger öffentlich darzustellen und damit andere Bürger aufzurufen, ihre Stadt als Gästeführer zu präsentieren, erklärt Touristinfo-Chef Marco Wentworth. "Viele Spremberger haben etwas zu ihrer Stadt zu berichten. Damit diese Geschichten bewahrt werden und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können, haben wir diese Aktion ins Leben gerufen."