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| 15:10 Uhr

Tourismus
Auf Tour durch die Heimat

Die geführte Bootstour von Grießen nach Guben war in diesem Jahr ausgebucht.
Die geführte Bootstour von Grießen nach Guben war in diesem Jahr ausgebucht. FOTO: Marketing- und Tourismus Guben e
Guben. Gäste und Gubener nutzen gleichermaßen die Führungen vom Tourismusverein. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Von der geführten Bootstour bis zur Radtour ins polnische Markersdorf – mit seinen Touren hat der Marketing und Tourismus Guben e.V. (Mut) auch in diesem Jahr wieder den Geschmack der Gäste und der Gubener getroffen. „Besonders großer Nachfrage erfreuten sich die drei Wanderungen mit Gudrun Jordan“, verrät Mut-Chefin Kerstin Geilich. Bis zu 40 Teilnehmer hätten zusammen mit der Wanderführerin das Reichenbacher Wiesengebiet, das Naturschutzgebiet Oder-Neiße und die Krayner Teiche erkundet. „Die Führungen sind so beliebt, weil Gudrun Jordan sich immer eine neue Route ausdenkt“, sagt Kerstin Geilich. „Sie führt die Teilnehmer zu ungeahnten Schönheiten direkt vor der Haustür.“ Viele Teilnehmer seien daher Wiederholungstäter. „Sie hat einen richtigen Fanclub“, erzählt die Geschäftsführerin stolz. „Trotz der großen Teilnehmerzahl hätten die Touren bisher immer funktioniert.“ Über eine Begrenzung habe der Verein noch nicht nachgedacht.  

Insgesamt finden sich in dem diesjährigen Flyer des Tourismusvereins von März bis November 18 Veranstaltungen. „Zwei Touren mussten wir aufgrund mangelnder Nachfrage absagen“, erzählt Kerstin Geilich. „Keiner wollte an der Tretrollerführung ins Gubener Umland teilnehmen und auch für das Geocaching haben sich nicht genügend Teams angemeldet.“ Mit der Schatzsuche an der Neiße wollte der Mut vermehrt die jüngere Zielgruppe ansprechen. „Dafür sind aber alle anderen Touren super gelaufen“, betont Kerstin Geilich. Ein wenig wetterabhängig seien dabei traditionell die Radwanderführungen. Im Schnitt hätten sich zehn Interessierte mit Gert Richter auf den Weg gemacht.

„In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal den kulinarischen Stadtrundgang angeboten“, erzählt Kerstin Geilich. „Die Verbindung aus Essen und Stadtführung fanden die Gäste gut.“ Überraschend dabei: oftmals nahmen mehr Einheimischen an den Stadtführungen teil als Gäste. „Wir sind eine kleine Stadt. Täglichen Führungen wurden sich da nicht lohnen, aber so kommen einige zusammen“, weiß Kerstin Geilich.

Ein Höhepunkt des Veranstaltungsflyers ist die Bootstour von Grießen nach Guben. „Das läuft seit Jahren gut. Wir mussten sogar Interessenten ablehnen“, sagt Kerstin Geilich. „Dieses Mal haben wir die Tour länger angelegt und ein Picknick integriert.“ In Groß Gastrose, auf der Hälfte der Strecke, musste das Boot aufgrund eines Wehres umgetragen werden - optimal für eine kleine Rast in der Natur. „Wir hatten viel Spaß“, weiß die Mut-Chefin zu berichten.

Insgesamt wurden sich auf den Touren Gäste und Einheimische gut mischen. Ihre Anzahl halte sich die Waage.  „Viele Besucher kommen aus Berlin, Eisenhüttenstadt und dem Frankfurter Raum“, so Kerstin Geilich. Der Tourismus in der Neißestadt sei in diesem Jahr auf dem Niveau der Vorjahre. Die aktuellen Zahlen hat Geilich allerdings noch nicht vorliegen. „Die sehr heißen Tage haben uns Besucher gekostet“, vermutet die Geschäftsführerin.

Da die Hauptsaison nun fast vorbei ist, bereitet Kerstin Geilich zusammen mit ihren Wanderführen das nächste Jahr vor. „Bisher fehlte uns ein Winterangebot“, weiß Kerstin Geilich.

Aber daran werde gearbeitet: „Es sind Winterwanderungen in der Überlegung.“ Außerdem stehe der Termin für das Anradeln im Frühling bereits fest (14. April) und auch auf das 25. Apfelfest (7. und 8. September) könnten sich die Gubener schon freuen: „Für das Jubiläum planen wir etwas ganz Besonderes.“