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| 18:13 Uhr

Erste Wanderung des Jahres
Auf Streifzug durch die Natur der Gubener Region

 Über 50 Wanderfreunde haben sich zur ersten Winterwanderung mit Landschaftsführerin Gudrun Jordan auf den Weg rund um den Deulowitzer See gemacht.
Über 50 Wanderfreunde haben sich zur ersten Winterwanderung mit Landschaftsführerin Gudrun Jordan auf den Weg rund um den Deulowitzer See gemacht. FOTO: Ute Richter
Guben. Mit einer Winterwanderung durch die Landschaft rund um den Deulowitzer See startete am Samstg der Marketing- und Tourismusverein in das Jahr 2019. 20 Ausflüge per Fuß sowie Paddel und Pedale laden mit unterschiedlichsten Mottos zum Erkunden der Natur rund um die Neißestadt ein.

Los ging es am Samstag mit einer Wanderung mit der Hobbybotanikerin und langjährigen Landschaftsführerin Gudrun Jordan. „Ich werde ihnen heute zeigen, wie schön der See eingebettet ist in die Endmoränenlandschaft der Kaltenborner Berge“, so die Wanderführerin zu Beginn der Wanderung beim Treffpunkt am Parkplatz am See. Über 50 Naturfreunde hatten sich auf den Weg gemacht, um bei bestem Wanderwetter unter Anleitung durch die Natur zu streifen.

„Sie werden heute einen schönen Blick über Atterwasch haben, hinein ins Tal des Schwarzen Fließes“, so Gudrun Jordan. „Heute können sie bei schönstem Sonnenschein und winterlichen Temperaturen Licht tanken nach den dunklen, regnerischen Tagen und schöne Moore sehen“, ergänzte sie. Wie immer hatte sich die Wanderleiterin gut vorbereitet, wusste zu berichten, dass die Natur keinen Winterschlaf hält und es immer etwas zu entdecken gibt. „Oft achtet man gar nicht darauf, was uns die Natur hier in der Region so alles bietet“, so Gudrun Jordan.

Der Weg führte anfangs über das Areal der einstigen Ziegelei. „Dort gehen wir in Gedanken zurück und können sehen, wie sich die Landschaft verändert hat“, erzählt sie weiter. Auch erfuhren die Mitwanderer, dass die Pflanze des Jahres die Besenheide (Erikakraut) ist und das Tier des Jahres das Reh. „Manche denken ja tatsächlich immer noch, dass das Reh das Weibchen vom Hirsch ist“, sagt Gudrun Jordan mit Augenzwinkern. Lustig erklärt sie, warum dem nicht so ist.

Seit über 40 Jahren lebt und arbeitet Gudrun Jordan in Guben. Schon immer hat sie ein großes Interesse an Natur und Umwelt, erzählt sie. Dort findet sie einen Ausgleich zu ihrem Beruf als Krankenschwester im Naemi-Wilke-Stift. Sie hat aber auch eine Ausbildung als Landschafts- und Naturführerin und lädt regelmäßig interessierte Naturfreunde zu gemeinsamen Wanderungen ein. In diesem Jahr werden es insgesamt drei sein. Im Frühling wird es zum Beispiel auf alten Wegen entlang verschwundener Orte gehen.