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| 16:52 Uhr

Literarisches in Guben
Auf den Spuren Gubener Autoren und Schriftsteller

Stadtwächter Andreas Peter berichtete viel Interessantes über die literarischen Orte in Guben und Gubin.
Stadtwächter Andreas Peter berichtete viel Interessantes über die literarischen Orte in Guben und Gubin. FOTO: Ute Richter
Guben. Beim 20. Stadtwächterstündchen standen Gedichte und Geschichten von Menschen der Stadt im Mittelpunkt. Von Ute Richter

Bereits zum 20. Mal hatte Stadtwächter Andreas Peter am Samstag zum Stadtwächterstündchen eingeladen. Ging es in den vergangenen Veranstaltungen um Buchvorstellungen, musikalische Vorführungen, Lesungen und Talkrunden mit prominenten Menschen, so hatte dieses 20. Stadtwächterstündchen ein bisschen von allem und zwar auf beiden Seiten der Neiße. Los ging es am Stadtwächterstübchen Frankfurter Straße 12, welches selbst ein literarischer Ort ist, weil es seit zwei Jahren die 2. Station der Märkischen Dichterstraße ist. Hier hatte auch das mittlerweile traditionelle Stadtwächterstündchen seinen Ursprung. Der Weg führte die zahlreichen Teilnehmer über die große Neißebrücke nach Gubin zum historischen Gubener Rathaus. „Hier nahm im Oktober 1536 ein schlimmer Brand seinen Ausgang, der fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legte. Es erinnert sowohl ein Gedicht an dieses schlimme Ereignis als auch die Geschichte von Mauselius Poetikus, der Gedichte schreibenden Klosterkirchenmaus“, so der Stadtwächter.

Gegenüber im Theater erlebte die Gubener Klosterkirchenmaus Piepsi ein sehr aufregendes Abenteuer als Assistentin des großen Magiers Erik Jan Hanussen, der hier Mitte der 1920er Jahre gastierte und sie an einem Abend zur stärksten Maus der Welt werden ließ. Über die Fußgängerbrücke in der Alten Poststraße angekommen, rezitierte Andreas Peter den Gubener Zungenbrecher „Von der Tücke mit der Mücke auf der Brücke und Frau Lücke“. Und schon stand die Gruppe vor dem Pfarrhaus in der Alten Poststraße 67, wo einst Gustav Mix als Pfarrer der Klosterkirche von 1913 bis 1943 wohnte und arbeitete. Dort entstanden seine Bücher über die Klosterkirche und die Reformation in Guben wie auch seine historische Erzählung "Der Teufel in Guben". In der Klosterkirche sind die Wanderer dann an dem Ort, wo die pfiffige Klosterkirchenmaus Piepsi mit ihrer Oma Mausi wohnt und ihre Abenteuer im Jahre 2011 begannen. Stadtwächter Andreas Peter hatte diese Geschichten ins Leben gerufen und schon mehrere Bände mit Piepsi-Geschichten veröffentlicht.