Wandern in der Gubener Region ist zu jeder Jahreszeit möglich. Wegweiser und Wanderwegmarkierungen sollten deshalb auch stets in Ordnung sein. Kreiswanderwegewart Heinz Schuster macht sich aus diesem Grund bei geeigneter Witterung auch ganzjährig auf den Weg, um nach dem Rechten zu schauen. „Vor Weihnachten noch habe ich zum Beispiel den Wegweiser am Seeweg zwischen Kaltenborn und Deulowitzer See wieder aufgerichtet. Durch die Bauarbeiten an der Gubener Ortsumgehung war er wohl irgendwie in Mitgleidenschaft gezogen worden“ , sagt der 56-Jährige. Doch in den Kaltenborner Bergen waren aufgrund der Gubener Ortsumgehung auch einige Ausschilderungen zu verändern. Das beinhaltet sowohl das Entfernen der einen oder anderen Wegemarkierung, die nicht mehr gültig ist, als auch neue Ausschilderungen. Und manches Schildchen muss auch erneuert werden. „Am umweltfreundlichsten ist es, wenn die Wegemarkierungen an Bäumen am Wegesrand aufgemalt werden können, statt sie anzunageln. Aber das ist aufwändiger. Zum einen muss an den betreffenden Bäumen ein Stückchen Stamm so hergerichtet werden, dass die Grundfarbe darauf einige Zeit hält. Und dann muss man mindestens noch einmal hin, um auf die Grundfarbe den entsprechenden Strich aufzubringen. Aber länger als zwei Jahre hält das Ganze meist nicht“ , sagt Schuster. Mehr Bestand haben metallene Wegemarkierungen. Die fertigt der erfahrene Hobbyhandwerker daheim an. Doch Zeit und Geld kosten das eine wie das andere. Umso ärgerlicher ist es, wenn mutwillig Wegweiser oder Wegemarkierungen zerstört werden. Als Beispiel nennt der Kreiswanderwegewart den Deulowitzer See, wo während seiner Ehrenamtszeit am Parkplatz schon zweimal Ausschilderungen abgerissen wurden. Bei derlei Erfahrungen ist es dann auch angeraten, mehr als dreimal pro Jahr - wie es von den Touristikern der Kreisverwaltung vorgegeben ist - alle Wanderwege eigenverantwortlich abzufahren.
Die Gubener Ortsumgehung beziehungsweise die neue B 97 bringt auch Wanderwegeveränderungen im Raum Jänschwalde und im Bereich Schenkendöbern - Grano mit sich. Zwischen Grabko und Jänschwalde Ost ist zum Beispiel solch eine neue Situation entstanden. Doch durch Straßenneubau fiel ein bisherige Wanderwegabschnitt weg. „Ich bin da jetzt mal langgefahren und habe mir die Sache angeguckt. Vom Prinzip könnte man wieder einen Wanderweg kennzeichnen. Aber der würde dann etwa 1000 Meter an der neuen Bundesstraße entlangführen. Und das ist ja für Wanderer nicht so angenehm“ , weiß Heinz Schuster. Bei der Frühjahrsberatung der Kreiswanderwegewarte mit den Tourismusverantwortlichen im Landratsamt will er diese Neuerungen zur Sprache bringen.
Den Winter über widmet sich der ehrenamtliche Kreiswanderwegewart aber auch noch einer anderen Aufgabe: der Komplettierung des Wanderwegekatasters der Gubener Region. Jeder der zehn ausgewiesenen Wanderwege und Naturpfade ist darin mit Wegeführung, Länge und Wegweisern vermerkt. Schuster will die Materialsammlung, die er zum Teil vom ersten hiesigen Kreiswandewegewart, Alfred Hobritz aus Groß Drewitz, übernahm, bis zum Frühjahr so vervollständigen, dass sie an die zuständige Mitarbeiterin im Tourismusbereich der Kreisverwaltung übergeben werden kann. Dazu gehört, dass Wanderwegekarten kopiert und der jeweilige Wanderweg darauf besonders gekennzeichnet wird. „Ich habe das Material auch im Computer gespeichert. Und wenn sich Veränderungen und Ergänzungen ergeben, drucke ich sie aus und reiche sie einmal jährlich an den Kreis weiter“ , sagt Schuster.
Bei seinen Touren über Land sprechen den Kreiswanderwegewart auch manchmal Bürger an, machen ihn auf Unzulänglichkeiten aufmerksam. „Doch bisher waren es immer nur Hinweise zu den Radwanderwegen. Da wird nicht zwischen Wanderwegen für Fußgänger und Radwanderwegen unterschieden“ , stellte Schuster fest.
Wer den Kreiswanderwegewart in Sachen Wanderweg sprechen möchte, kann ihn unter der Rufnummer (035692) 3 58 erreichen.