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Auf Infotour im „Grenzbereich“

Guben.. Markus Löning, Bundestagsabgeordneter der FDP aus Berlin, hatte sich gestern bei seinem Parteifreund Klaus-Dieter Hübner in Guben angesagt. Löning wollte einiges über die Probleme beim grenzüberschreitenden Personenverkehr wissen. (si)

Doch da konnte Hübner nicht viel erzählen. Denn wenn etwas relativ reibungslos beim Grenzverkehr an der Neiße läuft, dann ist es der Personenverkehr.
Hübner sagte seinem Gast schnell, wo auf den hiesigen Neißebrücken wirklich die „Säge“ klemmt, nämlich beim Güterverkehr. Vom Bundesgrenzschutz hatte sich Hübner die aktuellsten Zahlen besorgt. Und die beeindruckten auch den Bundespolitiker. So sei der Übergang in Gubinek für die Abfertigung von 300 Lkw pro Tag gebaut. Inzwischen würden dort 1000 Trucks pro Tag abgefertigt - Tendenz steigend. Die durchschnittliche Wartezeit pro Lkw betrage in Gubinek nur vier Stunden. Im Vergleich dazu warten Lkw in Frankfurt im Schnitt 18 Stunden und in Forst auf der Autobahn 15 Stunden vor dem Schlagbaum.
Der FDP-Abgeordnete interessierte sich außerdem für die Pläne zur engeren Verflechtung der Städte Guben und Gubin. „Zu oft wird im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung negativ diskutiert“ , sagte Löning. „Dabei bringt die weitere Öffnung der Grenzen auch einen neuen Markt, den die Unternehmen in der Grenzregion nutzen sollten.“