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| 20:52 Uhr

Mal wieder vor Gericht
Gescheiterter Apfelkönig scheitert als Bürgermeister-Kandidat und verklagt Gemeinde

 Marko Steidel im Oktober 2017.
Marko Steidel im Oktober 2017. FOTO: Silke Halpick
Schenkendöbern. Der als gescheiterter Apfelkönig bekannte Marko Steidel aus Schenkendöbern (Spree-Neiße) hat wieder geklagt. Diesmal gegen die Gemeinde Schenkendöbern.

Steidel wollte Bürgermeister von Schenkendöbern werden, konnte als Einzelkandidat aber nur eine Unterstützerunterschrift vorweisen. Nötig gewesen wären 32. Steidels Argument: Hätte er die Unterschriftenlisten bekommen und selbst sammeln dürfen, hätte er ausreichend Unterstützer gehabt. Laut Verfassung aber müssen die Unterschriften bei der Wahlbehörde geleistet werden.

Die beiden anderen Einzelkandidaten Andreas Stahlberg und Maik Schulze-Luck (beide parteilos) erreichten die notwendige Anzahl an Unterschriften, Steffen Krautz (SPD) und Ralph Homeister (Wählergruppe Feuerwehr) benötigten aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Partei oder Wählergruppe keine Unterstützerunterschriften.

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Es ist nicht das erste Mal, das Steidel es auf ein Amt abgesehen hat. Vergangenes Jahr wollt er Bürgermeister von Guben werden. Als Einzelkandidat hätte er dafür gemäß Brandenburgischem Kommunalwahlgesetz mindestens 56 Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Personen benötigt. „Die bekomme ich zusammen. Das ist kein Problem für mich. Ich habe genug Unterstützer“, zeigte er sich damals zuversichtlich.

Allerdings hatte er seinen Antrag nicht frist- und formgerecht eingereicht und war deshalb zur Wahl nicht zugelassen worden. Daraufhin legte er Beschwerde beim Kreiswahlausschuss Spree-Neiße ein. Erfolglos.

Der Groß Drewitzer ist vielen durch seinen Streit um das Gubener Apfelkönigsamt bekannt. Steidel klagte gegen den Gubener den Marketing- und Tourismusverein. In dem Prozess wollte Marko Steidel die Wahl zur Apfelkönigin 2016 für ungültig erklären lassen. Wahlmanipulation lautete Steidels Vorwurf. Der Richter tat dies als „bloße Vermutung“ ab.

Stein des Anstoßes war für Marko Steidel der fehlende Führerschein seiner Gegenkandidatin bei der Wahl 2016, der angeblich Voraussetzung gewesen sei.

(dsf)