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Posse
"Apfelkönig": Landgericht-Prozess steht noch infrage

FOTO: Daniel Schauff
Guben. Gubens verhinderter Apfelkönig Marko Steidel muss zahlen. Gut 1000 Euro Kostenvorschuss verlangt das Gericht. Tut er das nicht, wird aus der Klage um 20.000 Euro Schadenersatz vor dem Landgericht wohl nichts. dsf

Gubens verhinderter Apfelkönig Marko Steidel wird zur Kasse gebeten: 1035 Euro Kostenvorschuss werden fällig, damit das Gericht seiner Klage auf Zulassung zur diesjährigen Apfelmajestäten-Wahl oder 20.000 Euro Schadenersatz vom ausrichtenden Marketing- und Tourismusverein (MuT) weiter nachgeht. Darüber informiert Amtsgerichtsdirektor Michael Höhr. Bereits im Mai sei der Vorschuss von Steidel gefordert worden, eingezahlt habe er bislang nicht. Am heutigen Freitag gehe Steidel noch einmal eine Zahlungsaufforderung zu.

Darüber hinaus teilt Höhr mit, dass die von Steidel geforderte Kontopfändung des MuT abgelehnt sei. Steidel wollte damit seinen angeblichen Schadenersatzanspruch auf 20.000 Euro sichern.

Weitere Verhandlungen am Amtsgericht

Unabhängig von den Schadenersatz- und Wahlzulassungsforderungen Steidels bleiben die Verfahren, die am Gubener Amtsgericht am Dienstag gestartet waren. Der Groß Drewitzer will die Wahl 2016 für ungültig erklären und der amtierenden Apfelkönigin Antonia Lieske weitere öffentliche Auftritte untersagen lassen. Außerdem fordert er 5000 Euro Schadenersatz für die angeblich manipulierte Wahl im vergangenen Jahr. Ein erstes Urteil fällt bereits am 7. September, ein weiterer Prozesstag am Amtsgericht in für den 19. September angekündigt.

Steidel argumentiert wiederholt, dass die amtierende Apfelkönigin nicht gewählt worden wäre, hätte sie vor der Wahl gesagt, dass sie keinen Führerschein habe. Ein Führerschein war allerdings laut MuT nie Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl zur Symbolfigur.