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"Apfelkönig" heute im Gerichts-Stress

Marko Steidel im Amtsgericht.
Marko Steidel im Amtsgericht. FOTO: Daniel Schauff
Guben. Der gescheiterte Kandidat um das Amt des Gubener Apfelkönigs, Marko Steidel, hat wie angekündigt Berufung gegen seine abgewiesene Klage beim Amtsgericht eingereicht. Und so wird heute dreimal im 15 Minuten-Takt verhandelt. Frank Hilbert

"Ich gehe in Berufung, das lasse ich mir nicht gefallen." Das sagte der 42-jährige Möchtegern-Apfelkönig Marko Steidel aus Guben nach der Entscheidung des Richters am Cottbuser Amtsgericht vor einigen Tagen.

Und so steht er steht heute erneut vor Gericht - und das gleich bei drei Verhandlungen hintereinander. Um 10.45 Uhr geht es um den Antrag auf Nicht-Gültigkeit der Wahl zur Apfelkönigin, 15 Minuten später ums Feststellungsverfahren über die Erledigungserklärung, dass die amtierende Apfelkönigin nicht an der "Grünen Woche" teilnimmt und um 11.15 Uhr um die Klage um Schadenersatz vom Tourismusverband Guben für den Kläger.

Die Klage des gescheiterten Kandidaten um das Apfelkönig-Ehrenamt in Guben ist vor Gericht abgewiesen worden. Marko Steidel hatte den Vor

wurf der Wahlmanipulation erhoben und wollte erreichen, dass die Abstimmung für ungültig erklärt wird. Der Richter des Amtsgerichts Cottbus hatte bei der Begründung der Entscheidung betont, dass der Vorwurf des Klägers nur eine "bloße Vermutung" sei. Marko Steidel will vom Tourismusverein Schadenersatz in Höhe von insgesamt 25 000 Euro.