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Anzahl der Straftaten in Guben steigt

Revierpolizist Matthias Rammholdt (l.) machte die Besucher mit den wichtigsten Funktionsweisen eines Streifenwagens vertraut. Foto: ten1
Revierpolizist Matthias Rammholdt (l.) machte die Besucher mit den wichtigsten Funktionsweisen eines Streifenwagens vertraut. Foto: ten1 FOTO: ten1
Guben. Die Anzahl der Straftaten in Guben ist im zu Ende gehenden Jahr gestiegen. Über diese Tendenz hat der Leiter der Revierpolizei Guben, Bernd Birnfeld, am Donnerstag innerhalb der Veranstaltungsreihe Gubener Adventskalender informiert. Von Thomas Engelhardt

Zwar würden die offiziellen Zahlen erst im kommenden Frühjahr vorliegen, doch ein Trend zeichne sich bereits jetzt ab, sagte Birnfeld den Besuchern. So sei nicht nur die Gesamtzahl der Straftaten in diesem Jahr gestiegen, sondern auch die Zahl der Einbrüche in Bungalows beziehungsweise Gartenlauben sowie von Kfz-Diebstählen. Sogar "stark steigend" seien die Fahrraddiebstähle. Dagegen habe die Anzahl der Sachbeschädigungen abgenommen, so Birnfeld.

Während der Ausführungen zur aktuellen Polizeiarbeit hatten die Besucher zahlreiche Fragen. Einen Schwerpunkt bildete die Videoüberwachung im Stadtzentrum. Dadurch sei die Aufklärung speziell von Sachbeschädigungen besser geworden, sagte Birnfeld. Manfred Fleischer hingegen stellte die Videoüberwachung generell in Frage. Sie sei nicht mit dem Gesetz zu vereinbaren. Bernd Birnfeld riet dem Besucher, sich an den brandenburgischen Innenminister zu wenden.

Ein weiterer Besucher wollte wissen, ob codierte Fahrräder seltener gestohlen werden. Der Leiter der Revierpolizei erläuterte, dass die Codierung zumindest bei der Aufklärung solcher Straftaten hilfreich sei. Das Fahrrad sei so eindeutig seinem Besitzer zuzuordnen.

Zudem ermunterten Birnfeld und sein Kollege Peter Fahrenkrug die Bürger, in jedem Fall bei Diebstählen Anzeige zu erstatten und in dieser Hinsicht nicht zu ermüden. "So können wir das Diebesgut den jeweiligen Straftaten zuordnen", erläuterte Fahrenkrug.

Auch die Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden kam zur Sprache. Sie hat laut Birnfeld schon zu so manchem Fahndungserfolg geführt. Relativ machtlos sei die Polizei aber bei Straftaten wie dem Diebstahl von Traktoren oder anderen landwirtschaftlichen Geräten. Die Täter würden im Dunkeln über Felder und Wiesen fliehen und somit auch Routinekontrollen aus dem Weg gehen.

Nach Aussage von Bernd Birnfeld gilt der Kreisverkehr an der Stadtverwaltung noch immer als gefährlich. Er sei sogar ein Unfallschwerpunkt im Land Brandenburg.

Was die Unfallursachen in der Region betrifft, lägen Wildunfälle ganz weit vorn. Von jährlich etwa 1000 Unfällen würden rund 300 durch Wild verursacht.

Nach den Ausführungen durch den Leiter der Revierpolizei folgte noch ein Rundgang durch das Haus. Die Besucher konnten selbst einen Blick auf die Videoüberwachung und in den Gewahrsam werfen. Zum Abschluss stellte Revierpolizist Matthias Rammholdt den Gästen noch die wichtigsten Funktionsweisen eines Streifenwagens vor.

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Zum ThemaIm Revier Guben sind nach der Polizeireform neben Revierleiter Bernd Birnfeld sieben Revierpolizisten tätig. Vier sind für die Stadt Guben zuständig, einer für die Gemeinde Schenkendöbern und zwei für Peitz und Umgebung. Zudem arbeiten neun Kollegen bei der Kriminalpolizei.