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Angst vor Verkauf des Touristencamps Deulowitz

Guben. Nochmals ausdrücklich gegen den Verkauf des Touristencamps Deulowitz spricht sich die Fraktion "Wir Gubener Bürger" (WGB) auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses in Guben aus. Die Stadtverordneten hatten schon zuvor die Verwaltung beauftragt, Alternativen zum Verkauf zu prüfen. sha

Ergebnisse liegen noch nicht vor, wie Baufachbereichsleiter Sven Rogosky erklärt. Er verweist darauf, dass der Betreibervertrag bis Ende 2018 läuft und danach auch verlängert werden kann.

WGB-Abgeordnete Berit Kreisig betont, dass Zusammenarbeit zwischen der gemeinnützigen Ferieninitiative Grenzenlos als Betreiber des Objektes und den Schulen der Stadt sehr gut funktioniere. Sie befürchtet, dass die Immobilie am Deulowitzer See nun gewinnbringend verkauft werden soll. Hintergrund ist der Entschluss der Lausitzer Energie AG (Leag), auf den Tagebau Jänschwalde-Nord zu verzichten. Auf der einst geplanten Abbaufläche liegt auch der See.

Die Stadt hat den Verkauf des Touristenstützpunktes in ihrem Haushaltssicherungskonzept vorgesehen. Geplant ist ein Verkaufserlös von 130 000 Euro, hinzu kommt ein Instandhaltungsstau am Objekt in Höhe von 170 000 Euro. Kritisch bewerten die Stadtverordneten auch, dass kein Nutzungskonzept von den möglichen Interessenten gefordert wird.