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Angler werden wieder zu Krötenrettern

300 Meter Krötenzaun haben die Angler entlang der L 50 aufgestellt.
300 Meter Krötenzaun haben die Angler entlang der L 50 aufgestellt. FOTO: utr1
Bärenklau. Seit über 20 Jahren engagieren sich die Mitglieder des Bärenklauer Angelvereins für den Tierschutz, auch durch den Aufbau von Krötenzäunen. In diesem Jahr begann die Aktion bereits Ende Februar an der Landstraße L 50, wo sie etwa 300 Meter Krötenzaun entlang der Straße befestigten. utr1

"Die Kröten fangen jetzt an zu ihren Laichplätzen zu ziehen", so Ralf Birkner, Vorsitzender des Angelvereins Bärenklau. Im Bereich vom Seegraben hin zum Naturschutzgebiet Tuschensee überqueren die Kröten auf dem Weg zu ihren Laichplätzen die Landesstraße bei Bärenklau. Mit dem Bau der Krötenzäune und dem Aufsammeln der Tiere, die dann über die Straße gebracht werden, retten die Bärenklauer Angler jährlich etwa 1000 Amphibien das Leben. In diesem Jahr haben sich die Petrijünger Unterstützung geholt. Horst Galke ist Experte für Reptilien und Amphibien und ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Naturschutzbund (Nabu). Er überwacht den Aufbau der Krötenzäune und gibt Tipps und Hinweise für das Übersetzen der Amphibien. Außerdem kann der Experte ganz genau bestimmen, was sich da für Tiere in den Eimern befinden, die alle paar Meter die Amphibien auffangen. In den kommenden Wochen werden die Eimer zweimal täglich kontrolliert und die Kröten, Molche und Frösche sicher über die Straße transportiert.