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| 20:02 Uhr

Neuzelle
Amt Neuzelle senkt Umlage:Mehr Geld für Gemeinden

Neuzelle. Haushalt sieht 438 000 Euro für Investitionen vor.

Der Amtsausschuss von Neuzelle hat den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Unter anderem sollen 438 000 Euro investiert werden. Ein Schwerpunkt sind die 15 Feuerwehren im Amtsgebiet.

Das Amt Neuzelle will in diesem Jahr rund 3,7 Millionen Euro ausgeben. Dem stehen Einnahmen von 3,4 Millionen Euro gegenüber. Das Defizit von 300 000 Euro kann aus den Rücklagen ausgeglichen werden, die sich zu Ende des Jahres noch auf gut eine Million Euro belaufen werden. Angesichts der guten Einnahmesituation nicht zuletzt dank sprudelnder Steuern kündigte Kämmerin Andrea Fronzeck an, dass die Amtsumlage gesenkt wird. Für die drei Amtsgemeinden heißt das: Sie müssen weniger zahlen.

Für Fritz Matheus hätte die Reduzierung des Hebesatzes, nach dem die Amtsumlage berechnet wird, ruhig noch weiter gesenkt werden können. Denn dann bleibe den Gemeinden mehr Geld, das sie für eigene Projekte ausgeben könnten. Trotz der Senkung steigen nämlich die Einnahmen aus der Amtsumlage um 49 000 Euro auf nun 438 500 Euro. Andrea Fronzeck verwies aber auf die kommenden Jahre, wo nach bisheriger Planung die Entwicklung nicht mehr so rosig aussehe.

Auch wenn die Einnahmen steigen, so steigen doch auch die Ausgaben. Den größten Ausgabenposten machen die Personalkosten mit rund vier Millionen Euro aus, 256 000 Euro mehr als 2018. Die Kämmerin verwies unter anderem auf Tarifsteigerungen. Außerdem wurde mehr Personal eingestellt, weil in den Kitas angesichts steigender Kinderzahlen mehr Erzieher benötigt wird.

Deutlich gestiegen, nämlich um 81 000 Euro auf 274 000 Euro, ist der Posten für die Unterhaltung von Grundstücken und Gebäuden. „Wir sind viele, viele Jahre sparsam mit der Unterhaltung vorgegangen“, erklärte Andrea Fronzeck. Nun müsse was gegen die Verschleißerscheinungen unternommen werden. Unter anderem sind allein 55 000 Euro für mehrere Maßnahmen in der Turnhalle vorgesehen, 39 000 Euro für die Grundschule.

Insgesamt 438 000 Euro sollen in diesem Jahr investiert werden. Ein großer Teil entfällt dabei auf den Brandschutz. So sind 73 000 Euro für ein Feuerwehrauto zu zahlen, das im vergangenen Jahr schon angeschafft wurde. 80 000 Euro werden benötigt, um die Löschwasserversorgung in Coschen zu verbessern. Dort soll eine Zisterne errichtet werden. 41 000 Euro sind eingeplant für Geräte und Ausstattung für die Feuerwehren. In Schwerzko soll ein Anbau für die Feuerwehr entstehen. Die Planungen werden in diesem Jahr beauftragt. In Breslack werden im Gerätehaus unter anderem die Toiletten erneuert. Und für das neue Gerätehaus in Wellmitz werden in diesem Jahr noch einmal 7000 Euro im Rahmen der Endabrechnung fällig.

Neben den Investitionen belaufen sich die Ausgaben für die Feuerwehren auf 559 000 Euro. Hauptamtsleiter Lars Grunow erläuterte, dass unter anderem für alle Feuerwehrleute in den kommenden Jahren Schutzjacken angeschafft werden, die bisher nur für die Atemschutzträger vorgesehen waren. Die schützen bei Bränden nicht nur vor Hitze, sondern im Winter auch vor Kälte. Lars Grunwo hatte für die Notwendigkeit der Anschaffung gleich auch ein aktuelles Beispiel. So waren Einsatzkräfte aus Ratzdorf und Neuzelle in der Nacht zu Montag mehrere Stunden auf der Oder unterwegs, um eine vermisste Person zu suchen. 80 000 Euro sind für die Jacken vorgesehen

Unter den Investitionen finden sich auch Planungen für den Anbau am Amtsgebäude. 35 000 Euro sind vorgesehen, um unter anderem die Gemeindevertreter mit Laptops auszustatten und die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Die Unterlagen sollen dann künftig nur noch digital verschickt werden.