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| 16:26 Uhr

Guben
Große Stütze für Schwerstkranke und Angehörige

Das Schwesternteam der Palliativpflege mit ihrer Leiterin Manja Hergt (r.).
Das Schwesternteam der Palliativpflege mit ihrer Leiterin Manja Hergt (r.). FOTO: Naemi-Wilke-Stift
Guben. Die Diakonie-Sozialstation des Naemi-Wilke-Stiftes bietet seit fünf Jahren eine spezielle ambulante Palliativversorgung.

Seit fünf Jahren pflegen Schwester Manja Hergt und ihr Team von der Diakonie-Sozialstation des Naemi-Wilke-Stifts schwerstkranke Patienten und begleiten sie in ihrem Zuhause bis zu ihrem Tod. Sie lindern das körperliche und seelische Leid, umsorgen sie, geben ihnen Wärme und Geborgenheit auf dem letzten Weg.

Ganz wichtig ist dabei die gute Zusammenarbeit mit der Familie der Betroffenen. Auch sie benötigt fachkundige Unterstützung. „Die Sorge der Angehörigen, es nicht zu schaffen, ist am Anfang groß“, weiß Schwester Manja Hergt. Viele Fragen sind zu beantworten. „Wir bestärken die Angehörigen, den Wunsch der Kranken zu erfüllen. Ganz wichtig ist für alle, dass wir rund um die Uhr erreichbar sind. Unser Notfalltelefon ist immer besetzt. Das gibt den Kranken und den Familien eine große Sicherheit. Und natürlich fahren wir jederzeit zu den Patienten, wenn wir benötigt werden – am Tag und in der Nacht“, versichert sie.

Das Schwesternteam arbeitet eng mit den zwei Palliativärzten Ruchi Kassem und Karen Pape-Würpel zusammen. Es bedarf einer speziellen Qualifikation der Pflegenden, damit die Betroffenen in Würde und ohne Schmerzen ihre letzten Tage verleben können. Die Ärzte und die sechs Palliativ-Schwestern der Diakonie-Sozialstation verfügen über eine Zusatzqualifikation „Palliativmedizin“ beziehungsweise „Palliativpflege“.

Diese Hilfe könne jeder in Anspruch nehmen, der an einer nicht heilbaren Krankheit mit begrenzter Lebenserwartung leidet und der deshalb einer besonderen Versorgung bedarf, so das Wilkestift. Es bestehe ein gesetzlicher Anspruch auf die spezielle ambulante Palliativversorgung.

Auch wenn die Arbeit viel Kraft kostet, ist für die Leiterin der Diakonie-Sozialstation Manja Hergt die Pflege und Begleitung der Schwerstkranken nicht nur Beruf, sondern Berufung. „Es ist die dankbarste Arbeit, die ich mir denken kann.“

2013 betreute die Diakonie-Sozialstation zwölf schwerstkranke Patienten. Der Bedarf steigerte sich kontinuierlich. 2017 waren es 95 Patienten, die gepflegt wurden. Sie litten meist unter Krebserkrankungen.

(red/pos)