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"Als seien Guben und Gubin eine Stadt"

Michael Jungclaus (l.) im Gespräch mit Fred Mahro zum Auftakt der Sommertour des Landtagsmitglieds der Grünen.
Michael Jungclaus (l.) im Gespräch mit Fred Mahro zum Auftakt der Sommertour des Landtagsmitglieds der Grünen. FOTO: dsf
Guben/Gubin. Irgendwann sollen die Busse in Guben und Gubin so fahren, als gebe es keine nationale Grenze zwischen den beiden Städten. Für das Erstellen erster Konzepte für grenzenlosen Busverkehr wollen Guben und Gubin bereits Fördermittel beantragen, berichtete der amtierende Bürgermeister Gubens, Fred Mahro, am Dienstag dem Landtagsabgeordneten Michael Jungclaus (Grüne). Daniel Schauff

Der hat gestern seine Sommertour per Kanu von Guben nach Schwedt gestartet und die Gelegenheit genutzt, sich über den Stand der geplanten Busverbindung Guben-Gubin zu informieren.

Auch wenn der "grenzenlose Busverkehr" noch Zukunftsmusik ist, eine direkte Verbindung über die Grenze hinweg wird es vermutlich schon in nicht allzu ferner Zukunft geben. Geplant sei es, die Linie Forst-Guben um ein paar Hundert Meter bis zum Busbahnhof in Gubin zu verlängern, berichtete Mahro. Ebenso könne ein polnischer Bus bis nach Guben verlängert werden.

Künftig, so die Vision, soll nicht nur der Gubener Bahnhof ein Drehkreuz zwischen Ost und West werden, sondern der gesamte Bereich zwischen Bahnhof Guben und Busbahnhof Gubin. Die erste Verknüpfung der beiden bestehenden Busnetze in Guben und Gubin könne hoffentlich noch im aktuellen Jahr passieren, sagte Mahro.

Jungclaus, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen auf Landesebene, begrüße die Pläne sehr - auch in seiner Funktion als europapolitischer Sprecher, betonte er. Ebenfalls die erfolgte Befragung der Gubener und Gubiner sei ein guter Startschuss für die Umsetzung der Pläne gewesen, so Jungclaus. Das mache es im Nachgang der Politik einfacher, sagte er.

Mahro schätzt, dass die Verbindung Guben-Gubin allgemein gut akzeptiert werden könnte, weil nur ein "kleines Stückchen" einer vorhandenen Buslinie dazukomme. Bei der mittlerweile wieder eingestellten Busverbindung Cottbus-Zielona Gora sei hingegen eine ganze Strecke neu entstanden. Darüber wird in der Doppelstadt und bei der DB Regio allerdings erst in der Zukunft beraten.