(red/sha) Bilder, Postkarten, Dokumente und Erinnerungen von den Seen der Region Guben sucht die Evangelische Kirchengemeinde Guben. Diese sollen der breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung zugänglich gemacht werden. Eröffnet wird die Schau am 23. Mai, um 18.30 Uhr in der Karpfenschänke in Pinnow.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kirchengemeinde im Rahmen des dritten Klimapilgerweges, der die Teilnehmer von Bonn nach Katowice führte, auch auf die Beeinträchtigungen der Waldseen in der Gubener Region aufmerksam gemacht. Anhand von Bildern wurde dargestellt, dass am Deulowitzer See, der direkt am Pilgerweg liegt, das Ufer stellenweise 56 Meter zurückgegangen ist in den Jahren von 1958 bis 2018.

Mittlerweile hat das Landesbergamt den Tagebaubetreiber Leag verpflichtet, die Gubener Seen wieder aufzufüllen, bis der Wasserstand des Jahres 2010 erreicht ist. „Das ist aus unserer Sicht nicht ausreichend“, kritisiert Matthias Bärmann von der Evangelischen Kirchengemeinde. Das habe man dem Umweltministerium bereits schriftlich mitgeteilt. Im Antwortschreiben sei um weiteres Engagement gebeten worden. „Dem wollen wir natürlich gerne nachkommen“, so Bärmann.

Die Problematik am Deulowitzer See darzustellen, sei nur möglich gewesen, weil viele interessierte Menschen Fotos zur Verfügung stellten, heißt es weiter. Darunter waren aber auch Bilder und Zeitdokumente anderer Gewässer, mit denen nun die neue Ausstellung bestückt wird.

Wer weitere Aufnahmen hat, kann diese noch bis zum 30. April in einem verschlossenen Umschlag im Servicecenter der Stadtverwaltung Guben in der Gasstraße 4 oder im Kirchengemeindebüro in der Kirchstraße 2 zu den jeweiligen Öffnungszeiten abgeben.

Die zur Verfügung gestellten Zeitdokumente erhalten die Einsender nach Ende der Ausstellung wieder zurück, heißt es. Damit das möglich ist, muss allerdings die Adresse vermerkt werden. Auf den Fotos sollte möglichst auch das Aufnahmejahr notiert sein, sofern dieses bekannt ist.