Von Thomas Engelhardt

Mit neuen Aktionen will die Rückkehrerinitiative „Guben tut gut“ in diesem Jahr weitere Ehemalige zurück an die Neiße locken. Der Startschuss für diese Aktionen soll am kommenden Wochenende beim Frühlingsfest erfolgen – zu dem sicherlich manch Ex-Gubener der Heimatstadt einen Besuch abstatten wird.

Zum einen wird es eine neue Postkartenserie geben. „Deren Ziel ist es, auf Guben, seine Stärken und Vorzüge aufmerksam zu machen und den Gedanken, nach Guben zu ziehen oder in die Heimat zurückzukommen, zu festigen und zur Tat werden zu lassen“, sagt Kerstin Geilich, die Geschäftsführerin des Marketing- und Tourismusvereins (MuT), dem Träger des Projektes.

Die Koordinatorin der Initiative, Yvonne Gerwitz, wird beim Frühlingsfest mit den neuen Postkarten vor Ort sein und hofft, bei dieser Gelegenheit viele Besucher zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Motive der diesjährigen Postkarten werden übrigens immer etwas mit Ereignissen und Lebensgefühlen der Region zu tun haben, erklärt Kerstin Geilich. So wird die erste Karte, die in diesen Tagen auf den Markt kommt, einen direkten Bezug zum Frühlingsfest haben. Im vergangenen Jahr gab es Karten mit insgesamt fünf verschiedenen Motiven – und auch für 2019 sind insgesamt fünf Karten geplant.

Außerdem wird eine kleine Zeichenpuppe im Mittelpunkt der Motive stehen. Und da beginnt auch schon die zweite neue Aktion der Initiative. Die Bewohner sind nämlich aufgerufen, kreativ tätig zu werden, gemeinsam ein temporäres Kunstwerk zu gestalten und so zu zeigen, dass es Spaß macht, in dieser Stadt zu leben.

„Am Pavillon der Initiative auf dem Frühlingsfest werden hierzu die Puppen ausgegeben. Die dann von den Gubenern gestalteten Puppen sollen in der Stadt platziert und fotografiert werden. Die Fotos können per Facebook, E-Mail oder als Bild an die Initiative gesendet werden. Die schönsten drei bis fünf Fotos werden dann das Motiv für die letzte Postkarte bilden“, erklärt Kerstin Geilich. Die Gubener sind also aufgerufen, sich ihre ganz persönliche Puppe zu besorgen und die schönsten, witzigsten oder skurrilsten Motive mit ihnen zu gestalten.

Mit dabei wird am Stand der Initiative auch diesmal die große Deutschlandkarte sein. Dort werden nach und nach die verschiedenen Wege der Rückkehrer und Zuzügler in die Neißestadt verzeichnet. „Zudem möchten wir wissen, wo es die Gubener hingezogen hat, wo in Deutschland sie inzwischen leben“, ergänzt die Geschäftsführerin.

Der Stand der Rückkehrerinitiative ist an den Tagen des Gubener Frühlingsfestes bis 20 Uhr in der Frankfurter Straße 21 vor der Touristinformation zu finden.

Die Rückkehrerinitiative „Guben tut gut“ ist vor gut einem Jahr, im März 2018, gestartet. Zu ihren Aktivitäten gehörte neben der Herausgabe der ersten Postkartenserie auch die Etablierung eines Rückkehrerstammtisches und die Veranstaltung eines ersten Rückkehrertages Ende Dezember.