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| 09:57 Uhr

Nach der Bürgermeister-Stichwahl
AfD-Kandidat will Gubener Wahlergebnis anfechten

Da hatte er noch gut Lachen – Daniel Münschke am Wahlabend des 22. April, an dem er in die Stichwahl einzog. Am 6. Mai hatte es dann fürs Gubener Rathaus nicht gereicht. Noch am späten Sonntagabend hat er per Pressemitteilung schriftlich erklärt, das Wahlergebnis anfechten zu wollen.
Da hatte er noch gut Lachen – Daniel Münschke am Wahlabend des 22. April, an dem er in die Stichwahl einzog. Am 6. Mai hatte es dann fürs Gubener Rathaus nicht gereicht. Noch am späten Sonntagabend hat er per Pressemitteilung schriftlich erklärt, das Wahlergebnis anfechten zu wollen. FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Der Kandidat der AfD fürs Gubener Bürgermeisteramt Daniel Münschke hat nach seiner Wahlniederlage am späten Sonntagabend per Pressemitteilung erklärt, das Wahlergebnis anzufechten. Von Frank Hilbert

Münschke war gegen Fred Mahro angetreten und hatte 41,6 Prozent der Stimmen erhalten, Mahro hingegen 58,4. Am Wahlabend hatten Daniel Münschke und AfD-Parteikollegen die Auszählung der Stimmen verfolgt. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärte er am Wahlabend auf die Frage, ob alles ordnungsgemäß verlaufen sei, dass er dazu „momentan kein Statement“ abgeben wolle.

Das tat dann aber seine Partei am späten Abend in Form einer Pressemitteilung. Darin wird Münschke unter anderem wie folgt zitiert: „Was wir heute angesichts der Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Briefwahlstimmen sehen mussten, ist noch das alte System, von dem die Menschen die Nase voll haben. Die Begründung für die gültige Zählung klar ungültiger Stimmzettel (die Ungültigkeit wurde unmittelbar unter mehreren Zeugen im Wahllokal offiziell dokumentiert und von mir beanstandet) bei der Briefwahl durch die Briefwahlauszähler mit den Worten ,Das haben wir schon immer so gemacht!’ ist mehr als nur ein Skandal. Das scheint dann wohl kein einmaliger Vorgang in der Geschichte Deutschlands nach 1990 zu sein.“

Aus diesem Grund habe er sich entschieden „das Wahlergebnis wegen der unkorrekt ausgewerteten Briefwahl beim Wahlleiter der Stadt Guben anzufechten, was ich am heutigen Wahlsonntag getan habe“.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage am Montag ging Daniel Münschke zwar ans Telefon, wollte aber seinen Wahl-Einspruch nicht genauer erklären, weil er sich „gerade nicht in dem Umfeld befinde, wo ich eine Antwort geben möchte“.

Der Wahlausschuss der Stadt Guben tagt indes am Dienstag ab 15 Uhr im Rathaus, um das endgültige Wahlergebnis festzustellen.