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Achtklässler übten tanzen und sprayen

Guben.. Fortgeführt wurde in dieser Woche das gemeinsame Projekt „Skillz and Styles“ des Jugendklubs „Comet“ und der Europaschule, das von der Civitas-Stiftung, die sich die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt auf die Fahnen geschrieben hat, gefördert wird. (ur)


Bereits im Mai hatten in den Räumen des Gubener Jugendklubs die ersten Veranstaltungen und Workshops stattgefunden. Mit dabei waren damals unter anderen zwei siebente Klassen der Europaschule. In diesen Tagen nun waren die Jugendlichen, inzwischen Achtklässler, im Klub an der Kaltenborner Straße wieder vor Ort, um damals Gelerntes zu festigen und weiter auszubauen. Angeboten wurden Workshops in den Genres Street-/Breakdance, Graffiti und DJ.

Nahtlose Übergänge
In einem Raum hatte DJ Mesia sein Equipment aufgebaut. An den Turntables zeigte er den Schülern, wie man nahtlose Übergänge zum neuen Titel schafft, ohne den Musikfluss zu unterbrechen. Auch beim Scratchen konnten sich die jungen Leute ausprobieren. Der Berliner DJ und Produzent, der unter anderem schon mit „Westbam“ zusammengearbeitet hat, pflegt seit vielen Jahren einen guten Kontakt zum Gubener Klub und ist auf vielen Veranstaltungen im „Comet“ anzutreffen.
Die meisten Mädchen hatten sich im Saal Platz zum Tanzen geschaffen. Sinaya versuchte, ihnen die Grundschritte und Übungen im Street- und Breakdance beizubringen. Einige Schülerinnen stießen dabei schnell an ihre Grenzen. Die meisten jungen Damen konnten aber am Ende des Workshops eine kleine Choreografie präsentieren. Siraya ist in der Hip-Hop- und Breakdance-Szene kein unbeschriebenes Blatt. Die gebürtige Mexikanierin ist auf vielen Events im ganzen Land vertreten.

Tolle Kunstwerke
Im Graffiti-Workshop saß André aus der 8.4. Er hatte sein Blackbook mitgebracht, in das er zu Hause tolle Kunstwerke malt. Nun konnte er einiges auf die „Comet“ -Außenwand bringen.
Das einzige Mädchen in dieser Gruppe war Sabrina. Sie hatte beim letzten Mal die Dokumentation in Form von Filmen und Fotografieren übernommen und sich am Ende des Tages beim Graffiti eingeklinkt. Das machte ihr so großen Spaß, dass sie diesmal von Anfang an dabei sein wollte.
Angeleitet wurden die Nachwuchs-Graffitisprayer vom Berliner Grafikdesigner Rosko, der ebenfalls zur Mesias-Crew gehört.
Jugendsozialarbeiter Thomas Krantz erhofft sich von solchen Tagen auch, dass Kinder und Jugendliche richtig Freude an dem einen oder anderen Thema haben. „Vielleicht brauchen wir dann in Kürze keine Leute mehr aus Berlin zu holen, die die Jugendlichen anleiten. Dann hätten wir Fachleute vor Ort“ , sagt Krantz.
Im Vorfeld gab es einen Workshop mit der Polizei. Das allgemeine Jugendstrafrecht war dabei ebenso Thema wie die Geschäftsfähigkeit im jugendlichen Alter. Marco Mette, Leiter der Gubener Polizeiwache, beantwortete geduldig alle Fragen.