Der ursprünglich für fünf Jahre mit einer Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) geplante Probelauf der Begegnungsstätte fand nicht statt. Neue Gesetze erlauben nur noch maximal ein Jahr ABM. Die wären am 14. Juli in Sembten zu Ende gewesen. Danach wollten die drei dort tätigen ABM-Kräfte die Einrichtung selbst betreiben. Und nur unter dieser Bedingung war im Januar dieses Jahres ihre halbjährige ABM um weitere sechs Monate verlängert und die Zusammensetzung nicht verändert worden.
Doch schon während des letzten halben Jahres hatte sich immer mehr abgezeichnet, dass keine der drei bisherigen ABM-Kräfte tatsächlich die Einrichtung privat weiterbetreiben würde wollen. Aber wenn das Haus nicht leer stehen sollte, musste eine andere Lösung des Problems gefunden werden. Dieses Mal wurde nicht mehr über das Arbeitsamt, sondern über den Eigenbetrieb des Spree-Neiße-Kreises eine ABM bewilligt. Und sie geht gleich über ein Jahr. Eine Lauschützerin und zwei Gubener haben so für zwölf Monate Arbeit und die Gemeinde Schenkendöbern die Nutzung ihrer Interkulturellen Begegnungsstätte gesichert. In dieser werden weiterhin für Besucher und Gäste Veranstaltungen vorbereitet und gestaltet, Ausstellungen mit Künstlern aus der Region und aus der Schenkendöbener Partnergemeinde Trzebiechów sowie Jugendworkshops organisiert und Ferienki nder betreut. Die Ausstellung zu regenerativen Energien in Zusammenarbeit mit Schülern des Gubener Pestalozzi-Gymnasiums wird erweitert sowie der Fahrradstützpunkt betreut.
Simone Bunke aus Lauschütz, die den Hut innerhalb der ABM auf hat, denkt aber auch daran, einen neuen Kinderklub in der Begegnungsstätte zu gründen. Die Ferienangebote sollen weitergeführt und auch Musikveranstaltungen organisiert werden.
Auf kulturellem Gebiet betätigen sich auch zwei Mitglieder einer ABM in der Gemeinde, die an den Chroniken der einzelnen Ortsteile weiterschreiben. Taubendorf, Groß Gastrose, Klein Gastrose und Albertinenaue sind die Orte, deren Geschichte jetzt zusammengetragen und zu Papier gebracht wird.
Weitere zehn Frauen und Männer dieser ABM verbessern das ländliche Umfeld der Dörfer in der Großgemeinde Schenkendöbern. Das Beseitigen illegaler Müllablagerungen, Gestalten unansehnlicher Brachlandflächen, kleinere Reparaturen und Instandsetzungen auf öffentlichen Spielflächen, Aufarbeiten von Radwanderwegen einschließlich zugehöriger Rastplätze sind Aufgabenbereiche. Diese ABM begann Mitte Mai dieses Jahres.