Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben sowohl Deutschland als auch Polen zahlreiche Allgemeinverfügungen erlassen und Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dazu zählen auch Reisebeschränkungen, die unter anderem für polnische Schüler gelten, die in Deutschland ein Gymnasium besuchen.

Betroffen sind auch 15 Abiturienten des Gubener und ein Abiturient des Forster Gymnasiums. Der Landkreis Spree-Neiße hat jetzt schnell reagiert und sämtliche Rahmenbedingungen geschaffen, damit auch die jungen Leute aus Polen wie ihre deutschen Mitschüler ihre Reifeprüfungen ablegen können.

Polnische Abiturienten wohnen in Burg

Von den 15 Gubener Abiturienten sind zehn im Schullandheim Burg untergebracht. Zwei Abiturienten haben eine Ausnahmegenehmigung erwirkt, die ihnen das viermalige Überqueren der Grenze gestattet. Drei Abiturienten haben einen Nachschreibetermin gewählt. Der Abiturient des Forster Gymnasiums legt zu Hause unter Aufsicht eines Lehrers des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums, der ebenfalls in Polen wohnt, sein Abitur ablegt.

Bis zum vergangenen Sonntag sind die zehn Schüler des Gubener Gymnasiums im Burger Schullandheim eingezogen. Den Transport von Guben nach Burg übernimmt in der gesamten Zeit, in der die drei schriftlichen Abi-Prüfungen abgelegt werden, ein regionales Beförderungsunternehmen.

Nach Abschluss der letzten Prüfung werden die Schüler wieder an den Grenzübergang Guben/Gubin gebracht, wo sie von ihren Familien empfangen werden. Bei der Umsetzung  hat der Verein Euroregion Spree-Neiße-Bober geholfen.