Maximal 6000 Kubikmeter Trinkwasser können im Wasserwerk Schenkendöbern täglich hergestellt werden. Zurzeit sind es 3000 Kubikmeter, an sehr warmen Tagen lag der Verbrach auch schon bei 3500 Kubikmetern, sagt Reinhard Jakob, technischer Leiter beim GWAZ. Das kühle Nass aus der Wasserfassung nordwestlich von Atterwasch ist weicher, hat nur noch 14 Grad deutscher Härte (dH).
Offiziell eingeweiht wird das neue Wasserwerk am 12. August. Dann findet auch ein Tag der offenen Tür statt, bei dem sich Interessierte das Werk anschauen können.

Okay für die Fusion
Am Donnerstag stimmten sowohl die Verbandsversammlungen des GWAZ als auch die des Wasserverbandes Friedland/Lieberose für die Vorbereitung der Fusion dieser beiden Verbände und der mit Wasserverband Schwielochsee West (WSW). Fusion oder Beitritt sollen zum 1. Januar 2007 erfolgen. Größere Einheiten können effektiver wirtschaften, lautet die Prämisse. Doch beide Wasserverbände stehen auf wackligen Füßen. Die Finanzlage ist in Friedland/Lieberose ebenso angespannt wie in Schwielochsee West. Und deren Gebührenniveau ist höher als beim GWAZ. Aus diesem Grund schlug Nelk in der Gubener Verbandsversammlung vor, Preise für Trink- sowie Abwasser und die wirtschaftliche Lage der Beitrittskandidaten genauer unter die Lupe zu nehmen. Schließlich will der GWAZ-Geschäftsführer ausschließen, dass sich das höhere Preisniveau auf den GWAZ auswirkt. „Die GWAZ-Kunden hätten kein Ver ständnis dafür, dass sie letztendlich mit höheren Gebühren für die Sanierung der anderen beiden Verbände aufkommen müssten“ , so Nelk.
Eine Expertengruppe soll jetzt Vorschläge erarbeiten. Am Donnerstag fasste dazu die Verbandsversammlung einen eindeutigen Beschluss. Schon jetzt zeichnet sich bei Trinkwasser ein einheitliches Preisniveau ab. Dezentral und zentral entsorgtes Abwasser lässt sich aus Sicht des GWAZ-Geschäftsführers jedoch nicht so schnell angleichen. Hier hält Nelk noch für einige Zeit zwei Preisgebiete für notwendig.