Dabei erfuhren sie auch, dass es die evangelische Freikirche seit 125 Jahren gibt. Gründer William Booth kümmerte sich damals um sozial Benachteiligte in London. „Heute ist die Kirche offen für alle Interessenten, die Bibelstunde und Gottesdienst nutzen oder die sozialen Dienste der Heilsarmee in Anspruch nehmen möchten“, sagt der Leiter der Gubener Heilsarmee, Christian Schleife. Er hätte sich noch ein paar mehr Interessenten gewünscht.

Wochentags kommen etwa 50 Besucher in die Einrichtung. Es sind meist Familien mit Kindern, die die Freizeitmöglichkeiten nutzen, Hausaufgaben machen oder sich bei einem Kaffee unterhalten. Die Betreuung von Kindern bei Sport und Spiel wird gerne angenommen, sagt Christian Schleife. Jeden Tag gebe es eine Hausaufgabenhilfe. Gottesdienst ist sonntags ab 17 Uhr. Bibelstunden bietet die Heilsarmee immer dienstags ab 18 Uhr und donnerstags ab 9 Uhr an.

Am Mittwoch kam unter anderem Michael Pfister zum Tag der offenen Tür. „Ich komme gern hierher, trinke Kaffee und unterhalte mich“, sagt der 20-Jährige und ergänzt, dass er an den Gottesdiensten teilnehme, wenn es seine Zeit erlaube. Jacqueline Schreiter besucht mit ihren Kindern Isabell (11) und Elias (9) ebenfalls regelmäßig den Familientreff. Sie schätzt die Angebote und die netten Menschen, die sie hier trifft. „Ich habe mit der Kirche nichts am Hut, aber hier kann jeder herkommen, der Lust und Laune hat“, sagt Jacqueline Schreiter.