ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:30 Uhr

Hauptausschuss
500 Euro Förderung für Orts-Jubiläen

Die 700-Jahr-Feier in Pinnow war der Stein des Anstoßes für die Überlegungen der Satzung zur Förderung des sozialen Zusammenlebens.
Die 700-Jahr-Feier in Pinnow war der Stein des Anstoßes für die Überlegungen der Satzung zur Förderung des sozialen Zusammenlebens. FOTO: Ute Richter
Schenkendöbern. Der Hauptausschuss der Gemeinde Schenkendöbern diskutiert über neue Satzung zur Stärkung des Zusammenlebens. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Über eine Satzung zur Förderung des sozialen  Zusammenlebens hat der Hauptausschuss der Gemeinde Schenkendöbern in seiner jüngsten Sitzung diskutiert. Die Überlegungen dafür brachte die 700-Jahr-Feier in Pinnow ins Rollen, wie Hanni Dillan (Bürgerinitiative „Bürger für Bürger“) erzählt. Pinnow hatte für diesen feierlichen Anlass 400 Euro Förderung beantragt.

Die Fraktion der Gemeinde Schenkendöbern schlägt als Diskussionsbasis für die Satzung eine Förderung von 500 Euro für besondere Jubiläen aller 50 Jahre (z. B. 700 und 750 Jahre) vor. „Sowohl der Betrag als auch die Anzahl der Jahre stehen zur Diskussion“, betont Hanni Dillan. „Viele fanden eine Förderung von nur aller 50 Jahren sehr weit gegriffen.“ Davon hätten die Bewohner zu wenig. „Schließlich gibt es in Schenkendöbern aktive Orte und die wollen vielleicht auch eine 555-Jahr-Feier durchführen“, sagt Dillan. Allerdings erinnert sie an die Möglichkeit, in diesem Fall einen Antrag an den Hauptausschuss zu stellen. In einem Punkt sei sich die Fraktion allerdings einig: Eine solche Satzung ist nötig. „Gerade mit Blick auf die ungewisse Zukunft der Gemeinde hat eine Satzung mehr Gehalt als ein Beschluss“, so Dillan.

Joachim Mederack (Die Linke) findet die Idee einer Satzung zur Förderung der sozialen Zusammenarbeit in den Ortsteilen gut: „Allerdings sollten die Ortsvorsteher vor einer Antragsstellung die Meinung in ihrem Ort in einer Versammlung einholen.“ Jürgen Bursch (CDU) ist ebenfalls für eine solche Satzung, will aber eine Obergrenze für die Förderung festlegen.

„Es hätte Charme, die Satzung der Vereine um diesen Aspekt zu erweitern“, findet Bürgermeister Peter Jeschke. Nun sei die Verwaltung am Zug. „Mein Ziel ist es, bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses den Mitgliedern einen Entwurf zur Diskussionsbasis vorzulegen.“

Im Vorfeld hatte sich der Kreistagesabgeordnete Steffen Krautz (SPD) gegenüber der RUNDSCHAU kritisch zur Vorgehensweise geäußert. Er hätte sich gewünscht, dass eine solche Satzung in größerer Runde oder im Sozialausschuss diskutiert wird.