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| 12:51 Uhr

Reisevortrag
23 Grad Süd – Weltreise von Alltag zu Einsamkeit

Guben. Fotograf Torsten Weigel berichtet in Guben von seiner halbjährigen Tour entlang des südlichen Wendekreises. Von Ute Richter

Zu einer Multi-Media-Show „23 Grad Süd. Abenteuer Weltumrundung“ hatte der Fabrik-Verein am Freitagabend den Berliner Journalisten und Fotograf Torsten Weigel eingeladen. Er hatte sich nach dem Abschluss seines Geografiestudiums und dem Scheitern einer langjährigen Beziehung zu einer Weltreise entschlossen. Eineinhalb Jahre Vorbereitung benötigte er für die Planung der Route über die Südhalbkugel. Sechs Monate, sechs Länder, drei Kontinente umfasste diese Reise. „Es sollte kein Partyurlaub sein. Mein Credo ist: Reisen in abgelegene Regionen“, so Weigel. So führte ihn seine Tour durch Namibia, Lesotho, Südafrika, Australien, Chile und Argentinien in Südamerika. „Es war ein Sprung von Winter zu Sommer und von Alltag zu oftmals Einsamkeit“, erzählte der 29-Jährige. Mit dem Auto, per Rad, zu Fuß und im Flugzeug erkundete er sowohl allein und teilweise in Begleitung eher touristische Orte wie Sydney oder Santiago de Chile, aber auch abgelegene Orte. Er sei tage- und wochenlang allein durch Australien gereist. „Es ist schwere Kost, wenn man nur sich und seine Gedanken hat“, berichtet er. Beeindruckende Fotos und Geschichten sahen und hörten die Besucher von und über Tasmanien. „Ich wusste sofort, dass ich da nicht zum letzten Mal war“, beschreibt Torsten Weigel die Faszination dieser Region. Er berichtete von der Herzlichkeit der Menschen, die die Strapazen schnell vergessen ließen.