Eine interessante Frage hat die Lübbenauer SPD/Linken-Fraktion in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung (SVV) aufgeworfen: „Was wäre passiert, wenn Tesla in Lübbenau angerufen hätte?“ Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) brachte zur Beantwortung der Frage eine Präsentation mit und sagte am Ende seiner Ausführungen zusammenfassend: „Wir hätten Tesla absagen müssen.“ Denn Lübbenau hat in seinen fünf größeren Gewerbegebieten insgesamt 208 Hektar zu bieten, die erstens bereits überwiegend belegt sind und zweitens keine zusammenhängende Fläche ergeben. Tesla hat für seine Gigafabrik, die in Grünheide entstehen soll, einen Flächenbedarf von 300 Hektar angemeldet. Die Spreewaldstadt, so Wenzel, könne „aufgrund seiner Siedlungs- und Raumstruktur“ eine solche große Fläche auch nicht erschließen.

Noch drei freie Flächen im größten Lübbenauer Gewerbegebiet

Die größte zusammenhängende Planungsfläche in der Präsentation des Bürgermeisters erstreckt sich entlang der A 13 gegenüber dem Lausitzer Industriepark (LIP) in Kittlittz und weist 47 Hektar auf. Südlich und östlich des Gewerbeparks in der Straße des Friedens könnten künftig entlang der Nord- beziehungsweise der Kraftwerkstraße theoretisch immerhin weitere 19 Hektar Ansiedlungsfläche erschlossen werden. Im größten Lübbenauer Gewerbegebiet, dem Gewerbe- und Industriegebiet „Am Spreewalddreieck“ (IGG), stehen noch drei räumlich voneinander getrennte Teilflächen von zwölf, 16 und 24 Hektar Größe zur Verfügung.