Sie leisten die wichtige Vorarbeit, bevor es es am 25. Juni auf der Kreisstraße K 7101 zwischen Zelz und dem Autobahnanschluss Bademeusel mit der Sanierung der Straße losgeht: Mitarbeiter einer Spezialfirma suchen den Bereich akribisch nach Weltkriegsmunition ab.
„Doch bei der Suche sind die beauftragten Räumer neuen Gefahren ausgesetzt“, sagt Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde des Landkreises Spree-Neiße. Seit Tagen werde dort das erhöhte Verkehrsaufkommen und die hohen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge mit Sorge beobachtet.

Geschwindigkeitsbegrenzung auf Kreisstraße zeigt keine Wirkung

Zwar gibt es an der Wanderbaustelle eine Geschwindigkeitsbegrenzung. „Doch diese zeigt keine Wirkung“, so Frank Kuckert. Die Kampfmittelräumung bleibe für die dort tätigen Mitarbeiter zusätzlich lebensgefährlich.
Um den Fahrzeugverkehr zu verlangsamen, hat sich der Landkreis laut Kuckert kurzfristig zu einer „besonderen Maßnahme“ entschlossen und ein Messfahrzeug angefordert. „Die Geschwindigkeitsüberschreitungen waren teilweise beträchtlich“, so Kuckert. So wurden laut Kreisverwaltung an diesem Tag innerhalb von gut drei Stunden 40 Fahrzeuge erfasst. Davon waren 32 Fahrzeuge schneller als die vorgeschriebenen 50 km/h. Fünf Lkw und 27 Pkw tauchen in der „Sünderliste“ auf. Der Höchstwert, der an diesem Tag gemessen wurde, betrug 89 Stundenkilometer. Gleich zwei Fahrzeuge erreichten diesen Rekord.

Weitere Kontrollen möglich

Der Landkreis kündigt bei vor Ort festgestellter Notwendigkeit weitere Kontrollen an. „Mit dem Beginn der Sommerferien greift die Vollsperrung auf dem ersten Teilabschnitt zwischen Zelz und Bahren. Der überörtliche Fahrzeugverkehr kommt damit vollständig zum Erliegen“, so Frank Kuckert.

Cottbus/Klein-Priebus