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| 16:40 Uhr

Baustelle
Zuversicht überwiegt auf Baustelle Cottbuser Straße

Ein Mitarbeiter der Eurovia gräbt sich durch den knochenharten Lehmboden bis zum Hausanschluss der Nummer 42 vor.
Ein Mitarbeiter der Eurovia gräbt sich durch den knochenharten Lehmboden bis zum Hausanschluss der Nummer 42 vor. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Nur wenige Hausanschlüsse müssen noch erneuert werden. Przychodzki sieht Zeitplan noch nicht in Gefahr. Von Katrin Kunipatz

Das erste Stück Cottbuser Straße lässt hoffen. Schwarzer Asphalt spannt sich zwischen neuen Borden.

Abrupt endet die neue Straße schon vor dem Forster Hof. Mehrere Bagger stehen dort, wo die Fahrbahn sein sollte. Gitter sperren den Gehweg ab, weil gleichzeitig an mehreren Hausanschlüssen gearbeitet wird. Mit einem Pressluftspaten arbeiten sich die Mitarbeiter der Baufirma Eurovia durch den ausgetrockneten und deshalb betonharten Lehmboden zu den alten Abwasserrohren vor. Der wenige Regen vor einigen Wochen hat daran nichts geändert.

Erschwert werden die Arbeiten, weil die Leitungen zwei und teilweise sogar mehr als drei Meter tief im Boden verlaufen. Wie Frank Przychodzki, technischer Werkleiter des Eigenbetriebs Abwasser, unter dessen Regie die Baumaßnahme läuft, erklärt, könne daran nichts geändert werden. Die Abwasserleitung in der Berliner Straße und die Zuflüsse von der Bahnhof- und der Charlottenstraße geben die Höhe vor. Dies sei vor einhundert Jahren so gebaut worden, um das Abwasser im natürlichen Gefälle bis zum Klärwerk zu leiten.

Aktuell sind die Arbeiten soweit vorangeschritten, dass nur noch acht Hausanschlüsse auf der Südseite der Cottbuser Straße an die neu verlegte Hauptleitung angeschlossen werden müssen. „Aber jeder Anschluss ist ein Unikat“, sagt Przy­chodzki. Oft werde das Ausmaß der Besonderheit erst klar, wenn die Rohre in der Baugrube freiliegen. In manchen Fällen müsse außerdem entschieden werden, welche Rohre noch benutzt werden. Deshalb falle es schwer, die nötige Bauzeit abzuschätzen, so Przychodzki. Spätestens Ende November sollen die Kanalbauarbeiten abgeschlossen sein und kann der Straßenbau forciert werden.  „Für die 50. Kalenderwoche ist der Einbau der Schwarzdecke geplant“, sagt Frank Przychodzki. „Wir sind optimistisch, dass es gelingt und das Wetter mitspielt.“ Der Zeitaufwand für das Setzen der Borde und den Aufbau der Mittelinsel sei überschaubar, so der Werkleiter. Der ungewöhnlich milde und trockene November begünstigt den Fortgang der Bauarbeiten