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| 17:21 Uhr

Ankündigung
Zweimal Sattelsport in einem Fest

Das Sattelfest-Organisationsteam des PSV mit Bürgermeisterin Simone Taubenek (3.v.r.) und dem Forster Sparkassenvorstand Jens Gerards (4.v.l.).
Das Sattelfest-Organisationsteam des PSV mit Bürgermeisterin Simone Taubenek (3.v.r.) und dem Forster Sparkassenvorstand Jens Gerards (4.v.l.). FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Zum dritten Mal lädt das Sattelfest Reiter und Steher gemeinsam nach Forst ein. Von Steffi Ludwig

In eineinhalb Wochen ist es wieder soweit: Freunde von Rennern und Reitern können sich in Forst gleichermaßen auf eine hochkarätige Veranstaltung freuen. Es ist als 11. Sattelfest angekündigt – genau genommen existiert dieser Name und die Kombination von Reit- und Springturnier und Stehersport erst im dritten Jahr. Jedoch werden bereits seit elf Jahren auch Reitturniere im Forster Rad- und Reitstadion veranstaltet. Um mehr Zuschauer zu den Reitwettbewerben zu locken und die Veranstaltungsdichte von Reitern und Stehern im Frühjahr etwas zu entzerren, war das Sattelfest ins Leben gerufen worden.

Und es ist inzwischen zum Jahreshöhepunkt des veranstaltenden Polizeisportvereins 1893 Forst (PSV) geworden. „In Aufwand, Vorbereitung und Resonanz beim Publikum ist es unsere wichtigste Veranstaltung“, sagte PSV-Präsident Gerd Suschowk am Montag bei der Vorstellung des diesjährigen Festes vom 14. bis 16. September. „Das Sattelfest dokumentiert auch einen Teil unserer Entwicklung, dass Rad- und Reitsport zusammengewachsen sind.“

Das Konzept funktioniert, deshalb soll es wie im Vorjahr auch an zwei Tagen komplett Reitsport geben. Am Sonntag kommen dann die Steher mit dem Rundenrekordfahren und dem Großen Herbstpreis der Steher der Sparkasse Spree-Neiße dazu. Am Freitag wird der Eintritt wieder frei sein, das sei im Vorjahr gut angekommen, berichtet Hagen Ridzkowski, Vizepräsident und Turnierleiter des Reit- und Springturniers. Auch viele Kinder- und Seniorengruppen hätten bei den Reitwettkämpfen zugeschaut.

Am Samstag seien 2017 jedoch weniger Zuschauer gekommen, weshalb sich die Organisatoren in diesem Jahr etwas Neues überlegt haben. So werde es als Rahmenprogramm kein Volksfest mit Rummel an allen Tagen wie im Vorjahr geben, sondern etwas Spezielles an jedem Tag, so Ridzkowski. Am Samstag mache ab etwa 15 Uhr die Ausfahrt von Oldtimer-Nutzfahrzeugen im Rad- und Reitstadion Halt. Auch die Voltigiergruppe der SG Bademeusel habe sich angekündigt. Am Sonntag seien landwirtschaftliche Maschinen aus Groß Schacksdorf zum Anfassen ausgestellt. „Für die Kinder ist an allen drei Tagen Trampolinspringen und Eisenbahnfahren organisiert“, kündigt Ridzkowski an. Im kulinarischen Bereich sei mehr auf regionale Produkte geachtet worden.

Laut Gerd Suschowk sind am Sonntagmittag zudem die Teilnehmer des zeitgleich stattfindenden Forster Kunstsymposiums im Rad- und Reitstadion zu Gast. „Wir denken, dass beide Seiten von der Begegnung profitieren können“, hofft der Präsident.

Neben 88 Reitern und 420 Pferden werden sich acht Steherfahrer mit ihren Schrittmachern in Forst Wettkämpfe liefern. Unter den Stehern sind mit Stefan Schäfer, Franz Schiewer, Marcel Kuban und Martin Gründer diesmal sogar vier Lokalmatadoren, kündigt der sportliche Leiter Stehersport, Marcel Möbus, an. Martin Gründer, der im Juli sein erstes Steherrennen in Forst fuhr, habe mit René Gierth sogar einen PSV-Schrittmacher.

Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) würdigte das Sattelfest als eine sehr bedeutsame Veranstaltung für Forst. „Das Reit- und Springturnier ist schließlich das größte Springturnier der neuen Bundesländer“, so Taubenek. Sie freue sich, dass dies in ihrer Amtszeit seit Mai bereits die dritte Veranstaltung des PSV auf der Radrennbahn sei – neben dem Pfingstpreis der Steher und dem Europakriterium. Jens Gerards, der seit Januar die Forster Sparkassendirektion leitet, sagte: „Wir sind stolz, diesen Forster Leuchtturm unterstützen zu können.“