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| 17:58 Uhr

Zum Anpaddeln geht es in Forst wieder mitten durch die Stadt

Eher Wildwasser als Spreewald: Bei der Tour auf der Neiße wurde wieder klar, warum der Fluss bei Kanuten so beliebt ist.
Eher Wildwasser als Spreewald: Bei der Tour auf der Neiße wurde wieder klar, warum der Fluss bei Kanuten so beliebt ist. FOTO: Herbert Schulze
Spree-Neiße. Nach dem verregneten Saisonstart der Forster Kanuten vom Wassersportverein Forst, der SG Turbine und der Interessengemeinschaft Mühlgrabenkanuten soll es am Wochenende zum traditionellen Anpaddeln auf dem Mühlgraben besseres Wetter geben. Gut für die zahlreichen Schaulustigen. red/js

Gestartet wird am Sonntag nach der alljährlichen Ehrung und Auszeichnung der "Kilometerschinder des Jahres" gegen 14.30 Uhr an den Vereinsplätzen, sodass der bunte Korso etwa um 15 Uhr an der Wehrinselbrücke zu sehen sein wird, erklärt Beate Schödel von der SG Turbine Forst. Im Anschluss wird die Saison bei Kaffee und Kuchen in den Bootshäusern eröffnet.

Frühjahrsputz ist bereits am Samstag ab 10 Uhr bei den Turbine-Kanuten auf dem Bootsplatz im Kinder- und Jugenddorf an der Paul-Högelheimer-Straße. Die Sportler greifen statt zum Paddel zu Harke und Besen, Schippe und Müllsack und reinigen Bootshaus, Vereinsgelände, Anlegesteg und Mühlgrabenufer. Obwohl es nicht die Paddler seien, die den Müll in die Natur werfen, werde er entsorgt, damit sich auch die Wassertouristen wohlfühlen können und sich die Paddler ihres Heimatgewässers nicht schämen müssen.

Bereits am Karfreitag gab es die traditionelle Wanderfahrt von Bad Muskau nach Forst. 57 Sportler, darunter Gäste aus Cottbus, Berlin und Prettin, setzten trotz der regnerischen Wetterlage die Boote am Rande des Muskauer Parks nahe des "Bösen Ufers" in die Neiße. "Die Fahrt führte durch wunderschöne Natur", so Herbert Schulze vom Wassersportverein Forst. "Strapaziös waren die notwendigen Umtragungen in Pusack und Zelz sowie an der Neiße-Mühle. Wie immer war der Ärger groß, dass es nach wie vor keine Stege beim Ausstieg und Wiedereinsetzen der Boote gibt", so Schulze. Für Überraschungen und auch für Ärger sorgten immer noch die Brücken trümmer. "Umso erfreulicher ist die Durchfahrtmöglichkeit am Mühlgrabenwehr." In Zelz gab es einen kleinen Imbiss.

Der Abschluss der Fahrt wurde in heimischer Umgebung bei einigen Leckereien sowie interessanten Gesprächen begangen. Im Mittelpunkt standen dabei die Planungen für die nächsten Veranstaltungen und Arbeiten zur Pflege des Bootsplatzes sowie zur weiteren Entwicklung der Jugendarbeit.

Mehr Fotos vom Anpaddeln auf www.lr-online.de/fotos