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Wandertag an Nordstadt-Grundschule
Zucker- oder Runkelrübe – Schüler lernen Unterschied

Bauer Frank Lerke zeigt Schülern der 6. Klasse der Nordstadtschule zum Wandertag die Mühle Zuche in Briesnig. Foto: K. Kunipatz
Bauer Frank Lerke zeigt Schülern der 6. Klasse der Nordstadtschule zum Wandertag die Mühle Zuche in Briesnig. Foto: K. Kunipatz FOTO: Katrin Kunipatz / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Forst . Landwirt Frank Lerke zeigt Sechsklässlern die Mühle Zuche und informiert über die Vielfalt der Feldfrüchte.

„Die Zuckerrübe ist die Königin des Ackerbaus“, erklärt Frank Lerke den Schülern der 6. Klasse. Er ist seit über 20 Jahren Landwirt. Von 1992 bis 1994 habe er vom Elektromonteur zum Ackerbauern umgeschult. Seitdem baut er auf einer Fläche von 210 Hektar Getreide, Mais, Hirse, Raps, Kartoffeln, Zucker- und Futterrüben an. Verkauft wird alles in der zum Hofladen umfunktionierten Mühle Zuche.

Nach Briesnig sind die Sechstklässler der Nordstadt-Grundschule mit dem Rad gekommen. „Wir wollten das gute Herbstwetter für einen Wandertag nutzen“, sagt Klassenlehrerin Rena Berger. Die Idee für den Stopp bei Bauer Lerke hatte der Briesniger Jannek Schneider geliefert. Er sei fast jeden Samstag beim Hofverkauf dabei, berichtet der Zwölfjährige. Auch auf dem Traktor und dem Mähdrescher ist er in der Erntezeit schon mitgefahren. Außerdem holt er bei Bauer Lerke das Futter für seine Hühner, Wachteln und die Brieftauben. „Seit gestern habe ich sogar zwei Brieftaubenküken“, erzählt Jannek stolz.

Bauer Lerke zeigt den Schülern die Mühle und eine kleine Ausstellung der Briesniger Heimatfreunde. Zu sehen sind beispielsweise eine Wäschemangel, Pflüge, eine Obstpresse und eine Butterzentrifuge. Die Mühle selbst wurde 1905 gebaut und anfangs mit einer Dampfmaschine betrieben. Später versetzte ein Elektromotor die Transmission in Bewegung. Hoch oben in der dritten Ebene beginnt die Führung durch die Mühle. Ein großer Teil der Technik sei nach der Enteignung ausgebaut worden. Frank Lerke erläutert den Schülern, wo das Getreide eingefüllt, zu Schrot oder Mehl vermalen und schließlich abgesagt wurde.

Nach der Theorie gibt es auch etwas zum Anfassen. Zwei Traktoren hat Bauer Lerke vor der Mühle aufgestellt. Zuckerrüben und Runkelrüben füllen die Frontlader aus. Leicht können die Schüler zuordnen, welches die Zuckerrüben sind. Schließlich war es erst kürzlich Thema im Unterricht.

Nach dem Frühstück setzte die Klasse die Fahrt nach Nauendorf fort. Auf dem Heimweg sollte es noch einen Zwischenstopp in Sacro geben.

Wie sich Runkel- und Zuckerrüben unterscheiden zeigt Bauer Frank Lerke den Sechstklässlern der Nordstadtschule in Forst. Foto: K. Kunipatz
Wie sich Runkel- und Zuckerrüben unterscheiden zeigt Bauer Frank Lerke den Sechstklässlern der Nordstadtschule in Forst. Foto: K. Kunipatz FOTO: Katrin Kunipatz / Medienhaus Lausitzer Rundschau