Das hat nach Angaben der Pressesprecherin des Amtes für Forstwirtschaft Peitz, Marion Vater, eine Untersuchung der betroffenen Reviere vergangene Woche ergeben.
Mitarbeiter der Landesforstanstalt Eberswalde und des Amtes für Forstwirtschaft Peitz hatten ihr zufolge zwei Probefällungen durchgeführt. So seien der Revierförster des Reviers Forst, Martin Paul, die Leiterin der Abteilung Waldschutz in der Landesforstanstalt Eberswalde, Katrin Möller, und deren Mitarbeiterin und Schädlingsexpertin Kati Hielscher vor Ort gewesen, um eine rund 60-jährige und eine rund 80-jährige Kiefer zu fällen und nach Schädlingen abzusuchen. Im Juli hatte eine überdurchschnittlich hohe Kiefernspinner-Population in den Revieren Forst und Preschen die zuständigen Förster alarmiert (die RUNDSCHAU berichtete). „Die Krone fällt komplett auf eine rund vier mal sechs Meter große Plane“ , erläuterte Marion Vater die Probefällungen. Alle Zweige würden ausgeschüttelt und die Funde gesammelt. Beim jüngeren Baum seien rund 140 Raupen gefunden worden, 180 sei dort der kritische Wert, so die Pressesprecherin. Bei dem älteren Baum seien annähernd 400 Raupen und damit der dort kritische Wert gezählt worden. „Aber die Raupen sind noch relativ klein, weil es kühl ist, so dass wir noch keine Bekämpfung vornehmen wollen“ , so Marion Vater. Der Kiefernspinner überwintere als Raupe in der Regel am Boden, um sich in die Kiefer „aufzubaumen“ und dort zu verpuppen. Gefährlich sei, dass die Raupe frühzeitig im April oder März die Knospen der Kiefer fresse und damit die Bäume töte. Die Raupe sei dann bereits drei bis vier Zentimeter groß - im Gegensatz beispielsweise zur Nonne, die im Frühjahr erst aus den Eiern schlüpfe. Marion Vater zufolge soll eine Winterbodensuche folgen, um rechtzeitig reagieren zu können.