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Zu Halloween das alte Heizkraftwerk kennenlernen

Marco Rösler, Vorstandsvorsitzender des Klettervereins, im ehemaligen Forster Heizkraftwerk.
Marco Rösler, Vorstandsvorsitzender des Klettervereins, im ehemaligen Forster Heizkraftwerk. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Seit etwa einem Jahr ist der Forster Kletterverein International Ropenatics im alten Heizkraftwerk in der Inselstraße aktiv. Der Verein hat nach Angaben von Vorstandsvorsitzender Marco Rösler (37) die Fabrik, die der Forster Tuchfabrikant Gustav Avellis 1922 baute, vom Cottbuser Unternehmer Hans-Jürgen Hetzschold gepachtet. Steffi Ludwig

Der Kletterverein hat momentan 30 Mitglieder, davon 19 Kinder, die jeden Mittwoch und Freitag am und im Heizwerk trainierten. Dazu hat der Verein an der ehemaligen Wasseraufbereitung eine Kletterwand und ein großes blaues Kletternetz angebaut - alles in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz. Im Inneren im Kesselhaus sind Höhenrettungskurse möglich.

Marco Rösler, der selbst 14 Jahre als Industriegerüstbauer gearbeitet hat, kennt solche Werke wie seine Westentasche. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen hat er das Forster Heizwerk in rund 2400 Arbeitsstunden beräumt, gesichert und in Teilen wieder auf Vordermann gebracht. So funktioniere beispielsweise der Kran im alten Maschinenhaus wieder, erklärt der 37-Jährige. Aber es gebe noch sehr viel zu tun in dem Gebäude, das seit 1994 nicht mehr arbeitet.

Zu Halloween soll das alte Heizkraftwerk der Allgemeinheit zugänglich machen. "Wir waren voriges Jahr beim Tag des offenen Denkmals dabei, als auch viele ehemalige Arbeiter aus dem Heizwerk hier waren", so Rösler. Dieses Jahr habe es mit dem Tag des offenen Denkmals nicht geklappt - deshalb nun die Halloween-Veranstaltung.

Am Montag, 31. Oktober, beginnen im Heizwerk um 14 Uhr geschichtliche Führungen durch das Werk. "Bis 16 Uhr warten spannende Fakten und Geschichten auf die Besucher", kündigt Marco Rösler an. Auch für die jüngeren Besucher seien Spiele und Halloween-Schminken vorbereitet. Um 17 Uhr starteten Halloween-Führungen mit Schnipseljagd, wo Gruselfans auf ihre Kosten kommen sollen. "Wir möchten jedoch bitten, dass keine der derzeit im Gespräch befindlichen Grusel-Clowns hier erscheinen - davon grenzen wir uns ab", betont Marco Rösler. Helfer mit Kletterschein seien immer gesucht.